Fußball EM
Neuville und Borowski fehlen im DFB-Training

Vor den beiden EM-Qualifikationsspielen gegen Zypern und Wales hat die deutsche Nationalmannschaft in der Sportschule Barsinghausen Quartier bezogen. Oliver Neuville und Tim Borowski fehlten beim ersten Training.

In Vorbereitung auf die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Zypern am kommenden Samstag in Hannover und vier Tage später gegen Wales in Frankfurt/Main hat sich die deutsche Nationalelf in der altehrwürdigen und eher spartanischen Sportschule Barsinghausen einquartiert. Bundestrainer Joachim Löw gab die Marschroute bei der Ankunft des 23-köpfigen Kaders vor: "Wir freuen uns auf die beiden Heimspiele und wollen einen erfolgreichen Jahresabschluss feiern. Alle Spieler haben noch einmal die Möglichkeit, sich zu beweisen. Die länger verletzten Mike Hanke, Tim Borowski und Oliver Neuville können sich zeigen, einige andere kämpfen um ihre EM-Plätze."

Erstes Training ohne Borowski und Neuville

Bei der ersten Trainingseinheit am Dienstagabend musste der Bremer Borowski, der noch an einer leichten Erkältung leidet, passen. Der Gladbacher Neuville, der am Montag noch mit dem Zweitligisten beim torlosen Remis bei 1 860 München im Einsatz war, absolvierte zudem im Hotel ein leichtes Regenerationsprogramm.

Großes Thema war bei der Ankunft des WM-Dritten vor allem die Situation um Nationalkeeper Jens Lehmann. Der 38-Jährige, der beim FC Arsenal die letzten 16 Spiele in Folge nicht mehr im Tor stand, hatte am Montag einen Wechsel in die 2. Liga ins Spiel gebracht, um notfalls seine EM-Chancen zu wahren.

"Zweite Liga kann ich mir nicht vorstellen, Jens will ja auch noch ein bisschen Geld verdienen", flachste Nationalverteidiger Per Mertesacker. Und auch Spanien-Legionär Christoph Metzelder von Real Madrid nahm die Angelegenheit eher von der humoristischen Seite: "Ich habe gerade mit ihm telefoniert, er war auf dem Weg nach Osnabrück, um sich dort vorzustellen."

Sorgenkind Jens Lehmann

Bundestrainer Löw will dagegen in den kommenden Tagen ein ernsthaftes Gespräch mit Routinier Lehmann führen. "Ich weiß noch nicht, wie es in ihm aussieht. Wir haben immer gesagt, dass wir abwarten müssen, was in der Winterpause ist. Er weiß, dass es schwierig sein wird, bei der EM zu spielen, wenn man acht Monate im Verein keine Spielpraxis hatte", sagte Löw.

Lehmann, der als letzter des 23-köpfigen Aufgebots in Barsinghausen eintraf, erklärte zu seiner Zukunft: "Ich will die Aussage mit der zweiten Liga erstmal so stehen lassen. Spielpraxis ist wichtig, aber am allerwichtigsten ist das Können. Wenn ich spiele, und ich spiele immer schlecht, dann fahre ich auch nicht mit zur EM."

© SID

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