Fußball England
Chelsea thront weiter an der Spitze

Mit einem 4:0 bei den Bolton Wanderers hat der FC Chelsea die Tabellenführung in der Premier League verteidigt. Rekordmeister Liverpool steckt dagegen in einer Krise.

Michael Ballack und Co. obenauf, Rekordmeister FC Liverpool dagegen tief in der Krise: Bei den beiden Schwergewichten im englischen Fußball könnte die Gemütslage derzeit unterschiedlicher kaum sein. Der FC Chelsea gibt nach dem 4:0 (1:0) bei den Bolton Wanderers in beeindruckender Weise den Ton an und auch sonst läuft für den deutschen Nationalmannschaftskapitän Ballack alles nach Plan. In Kürze soll der Mittelfeldstar seinen millionenschweren Vertrag um ein Jahr verlängern.

In Liverpool sind dagegen die Mill. momentan schlecht angelegt. Nach der "Horrorshow" (Sun) mit dem 1:3 (1:1) beim FC Fulham und der sechsten Niederlage aus den letzten sieben Pflichtspielen schrillen an der Anfield Road die Alarmglocken. Insbesondere der spanische Trainer Rafael Benitez rückt bei den Fans ins Kreuzfeuer der Kritik.

Vernichtende Kritik von der Presse

Taktische Fehler, unerklärliche Wechsel und ein Mangel an Kreativität - das Urteil in der englischen Presse fällt für den 49-Jährigen, der seit 2004 Teammanager der Reds ist, vernichtend aus. Dem Traditionsklub droht ein Jahr ohne Trophäen, was Benitez als weniger schlimm ansieht: "Titel bedeuten jedem viel, aber das Wichtigste ist die Weiterentwicklung der Mannschaft. Es geht nicht um ein Jahr. Es geht darum, was wir in Zukunft holen können."

Er sei nun fünf Jahre in Liverpool, man solle auf den Wert des Klubs vor seiner Zeit und auf den Wert heute schauen, sagte Benitez und betrieb Werbung in eigener Sache. Der 49-jährige Madrilene kämpft um seinen Job, erst recht nach dem 1:3 (1:1) in Fulham. Neun Punkte beträgt nun schon der Rückstand auf den FC Chelsea. Dabei schäumte Benitez vor Wut, nachdem die beiden Roten Karten für den früheren Dortmunder Philipp Degen und Jamie Carragher Liverpool auf die Verliererstraße gebracht hatten. "Dagegen werden wir vorgehen", echauffierte sich der Spanier.

Liverpool droht Champions-League-Aus

Zeit zum Verschnaufen bleibt kaum, am Mittwoch müssen die Reds in der Champions League bei Olympique Lyon antreten. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge droht dem 18-maligen Meister bei einer weiteren Pleite erstmals seit sieben Jahren wieder der K.o. in der Vorrunde der Königsklasse.

Bei Chelsea ist dagegen alles in bester Ordnung. Frank Lampard (45./Foulelfmeter), Deco (61.) und Didier Drogba (90.) trafen in Bolton für die Blues. Hinzu kam ein Eigentor der Gastgeber durch Zat Knight (83.). "Es war unser Ziel, dass wir nächste Woche als Spitzenreiter in das Spiel gegen Manchester United gehen", sagte Teammanager Carlo Ancelotti. Mit 27 Punkten ist Chelsea Erster, daran änderte auch der 2:0 (0:0)-Erfolg von Verfolger "Manu" (25.) durch Treffer von Dimitar Berbatow (55.) und Wayne Rooney (87.) gegen die Blackburn Rovers nichts.

Ballack will verlängern

Ballack, der im System von Ancelotti ein Schlüsselspieler ist, war über 90 Minuten im Einsatz. Kein Wunder, dass der 33-Jährige wohl auch in der Zukunft an der Stamford Bridge das Mittelfeld beackern wird. Die Tendenz sei "so, dass wir uns bald zusammensetzen werden", sagte Ballack im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Der Kontrakt des 97-maligen Nationalspielers, der seit 2006 für den Premier-League-Klub spielt, läuft im Sommer 2010 aus.

Wie der Sport-Informations-Dienst (SID) erfuhr, wird Ballack aller Voraussicht nach für ein weiteres Jahr verlängern. Zudem soll eine Option für eine weitere Spielzeit bis 2012 vereinbart werden. Ballack möchte unbedingt in London bleiben.

Kontakt zur Spitze hält noch der FC Arsenal. Der 13-malige Meister setzte sich gegen Tottenham Hotspur durch und festigte mit 22 Zählern Rang drei. Für Arsenal trafen im insgesamt 155. Derby der beiden Londoner Klubs der Niederländer Robin van Persie (42., 60.) und der Spanier Cesc Fabregas (43.). Manchester City bleibt zwar Vierter (19), verlor durch das 0:0 bei Birminham City aber ein wenig den Anschluss.

© SID

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