Fußball Europa-League
Kacar schießt Hertha BSC in die K.o.-Runde

Hertha BSC Berlin hat durch ein Tor von Gojko Kacar die Gruppenphase der Europa League überstanden. Der 1:0-Sieg gegen Sporting Lissabon reichte den Hauptstädtern zum Weiterkommen.

Der krisengeschüttelte Bundesligist Hertha BSC Berlin hat trotz einer mäßigen Vorstellung die K.o.-Runde der Europa League erreicht und sich vor dem Weihnachtsfest mit lukrativen Zusatzeinnahmen beschenkt. Das Team von Trainer Friedhelm Funkel feierte mit dem hart erkämpften 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den 18-maligen portugiesischen Meister Sporting Lissabon bereits den dritten Sieg in der Europa League in Folge und tankte zugleich wichtiges Selbstvertrauen für den Abstiegskampf in der Bundesliga, wo die Berliner seit 15 Spielen auf einen Dreier warten.

Der serbische Nationalspieler Gojko Kacar machte mit dem Treffer des Tages (70.) den Einzug in die Runde der besten 32 Mannschaften und rund eine Million Euro Mehreinnahmen für die Hertha perfekt. Dem Hauptstadtklub hätte sogar ein Unentschieden gereicht, um den entscheidenden zweiten Platz in der Gruppe D zu erreichen. Die Auslosung der Zwischenrunde findet am Freitag in Nyon statt.

Vor der mageren Kulisse von nur 14 417 Zuschauern im Olympiastadion kam Hertha bei eisigen Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt schwer ins Spiel. Die bereits für die nächste Runde qualifizierten Gäste aus Südeuropa, die unter anderem ihren besten Stürmer Liedson schonten, störten die Hausherren mit frühem Pressing und provozierten damit viele Ballverluste der Berliner.

Lissabon dominierte das Spielgeschehen und drang einige Male gefährlich in Herthas Strafraum ein. Zum Glück für den Hauptstadtklub blieb Sporting im Abschluss jedoch zu harmlos.

Das Bundesliga-Schlusslicht konnte erst nach rund 25 Minuten nennenswerte Offensivakzente setzen. Kacar hatte zweimal die Chance zur Führung. Doch der Serbe scheiterte zunächst per Kopf (27.) und anschließend mit einem Distanzschuss (33.) an Gäste-Keeper Rui Patricio. Danach hatten die Gastgeber Glück, als der völlig frei stehende Russe Marat Ismaylow (44.) den Ball aus sechs Metern nicht richtig traf.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie niveauarm. Die Mannschaft von Coach Funkel, der auf den gesperrten Brasilianer Raffael, den verletzten Kapitän Arne Friedrich (Leistenprobleme) und Mittelfeldspieler Patrick Ebert (Magen-Darm-Probleme) verzichten musste, war zwar bemüht nach vorne zu spielen. Die Angriffe wurden aber zu selten über die Außenbahnen vorgetragen.

Mit zunehmender Spielzeit gewann Hertha jedoch an Sicherheit und kam zu guten Chancen durch Cicero (64.) und Adrian Ramos (69.). Eine Minute später drückte Kacar den Ball nach einer Flanke von Maximilian Nicu aus kurzer Distanz mit dem Oberschenkel ins Tor.

© SID

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