Fußball Fifa
Referee Merk geht mit Fifa hart ins Gericht

Markus Merk hat den Ton bei seiner Kritik an der Fifa verschärft. "Man hat mir zwei Wochen meines Lebens genommen", zeigte sich der zweimalige Welt-Schiedsrichter enttäuscht über den Umgang mit ihm bei der WM.

Markus Merk geht mit dem Fußball-Weltverband Fifa weiter hart ins Gericht. Der zweimalige Welt-Schiedsrichter attackiert heftig den Umgang von Seiten der Fifa mit ihm und seinem Gespann bei der zurückliegenden WM. "Als die Hälfte der Schiedsrichter bereits aus Neu-Isenburg abgereist war, habe ich zweimal persönlich nachgefragt: "Braucht ihr uns noch? Wenn nicht, dann seid ehrlich und lasst uns bitte heim." Aber es hieß: "Nein, unser bestes Team schicken wir nicht weg, ihr bekommt noch ein Spiel." So hat man mir zwei Wochen meines Lebens genommen", sagte der 44-Jährige der Rheinpfalz.

Merk glaubt sogar, dass er von der Fifa absichtlich so lange im WM-Quartier der Unparteiischen belassen wurde. "Vielleicht aus Angst, dass da jemand rausgeht und gleich irgendwo darüber spricht. Respekt und Vertrauen spielten keine Rolle mehr. Es ging nur darum, eine Politik durchzudrücken", erklärte der Referee.

Thema Fifa beendet

Das Thema Fifa ist für Merk, der in Europa noch bis Ende 2007 und in der Bundesliga bis Sommer 2009 pfeifen wird, auch deshalb erledigt, weil sein Wunsch von der Leitung eines Spiels im heimischen Kaiserslautern nicht erfüllt worden war: "Sie haben´s mir erst recht nicht gegeben. Brutal, dass ich für jedes Spiel in Kaiserslautern zwei Karten für mich und meine Frau gekauft hatte - und nie hin konnte. Wir heißen Fifa-Schiedsrichter, nicht Uefa-Schiedsrichter. Aber mit dem Spielbetrieb der Fifa habe ich nun nichts mehr zu tun", meinte der Unparteiische, der ab Mitte September wieder Bundesliga-Spiele leiten wird.

© SID

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