Fußball Italien
Marco Tardelli zieht bei "Juve" die Konsequenzen

Beim Serie-A-Rückkehrer Juventus Turin hat Aufsichtsratmitglied Marco Tardelli das Handtuch geworfen. Bei "Juve" wolle man "mit der Vergangenheit nicht Schluss machen", ärgerte sich der Weltmeister von 1982.

Trotz des direkten Wiederaufstiegs in die Serie A herrscht beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin ein rauhes Klima. Marco Tardelli, früherer "Juve"-Profi und italienischer Weltmeister von 1982, verließ wegen Meinungsverschiedenheiten mit Präsident Giovanni Cobolli Gigli den Aufsichtsrat des Turiner Klubs. Tardelli war nach der Aufdeckung des Manipulationsskandals im vergangenen Jahr in das Gremium einberufen worden, um an einem Neubeginn im Verein mitzuwirken.

"Es ist unmöglich, hier zu arbeiten. Eine epochale Wende wäre notwendig gewesen, doch bei Juventus will man mit der Vergangenheit nicht Schluss machen. Cobolli Gigli soll weiterarbeiten, wie er meint. Meine Idee eines modernen Klubs ist anders. Daher bedanke ich mich und gehe", kritisierte Tardelli.

"Als ich vor einem Jahr dem Aufsichtsrat beigetreten bin, war ich überzeugt, dass man bei Juve und im italienischen Fußball noch vieles hätte ändern können. Jetzt habe ich aber begriffen, dass dies unmöglich ist. Ich habe bis Ende der Saison gewartet, um den Klub nicht unter Druck zusetzen. Juve ist jetzt wieder in die Serie A zurückgekehrt. Da man mich nicht frei arbeiten lassen will, gehe ich", sagte Tardelli.

Damit hat sich eine weitere Trennung vollzogen. Trainer Didier Deschamps hatte vor drei Wochen den Klub verlassen, nachdem er sich mit der Juve-Führung überworfen hatte.

© SID

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