Fußball Italien
Udinese will Hooligans mit Fan-Pass fernhalten

Italiens Erstligist Udinese Calcio präsentiert sich als gutes Vorbild und führt als Reaktion auf die Hooligan-Krise den elektronischen Fan-Pass ein. Mithilfe des "Passasport" soll Hooligans der Eintritt verwehrt bleiben.

Um die derzeit in Italien andauernde Hooligan-Krise einzudämmen will Erstligist Udinese Calcio einen elektronischen Fan-Pass einführen. Der "Passasport" ist mit einem Mikroprozessor und einer Antenne ausgestattet, um den Einlass von Fans im heimischen Stadion Friuli di Udine zu kontrollieren. Der Pass soll die Polizei bei der Täteridentifizierung nach eventuellen Ausschreitungen unterstüzen.

Vor knapp zwei Wochen erlebte die Krise in Italien einen Höhepunkt, als der Lazio-Fan Gabriele Sandri bei Ausschreitungen von einem Polizisten erschossen wurde. Daraufhin randalierten zunächst Fans bei der Begegnung Atalanta Bergamo gegen den AC Mailand, die daraufhin abgebrochen wurde. Anschließend hatten 400 Hooligans eine Polizeikaserne überfallen.

Das Sportministerium sowie der nationale Verband Figc hatten mit einem Reiseverbot für behördlich bekannte gewaltbereite Fans, einer Ausweitung der polizeilichen Befugnisse bei Ligaspielen und einer Absage des kompletten Programms in den unteren Spielklassen auf die Krawalle reagiert.

© SID

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