Fußball Junioren
Brasilien stoppt U20-Junioren

Die deutsche U20-Nationalmannschaft ist bei der WM in Ägypten durch ein 1:2 gegen Brasilien im Viertelfinale ausgeschieden. Die Niederlage wurde erst in der Verlängerung besiegelt.

Der Traum der deutschen U20-Fußballer vom ersten WM-Titel seit 28 Jahren ist nach einem Krimi ohne Happy End geplatzt. Das Team von Trainer Horst Hrubesch stand im Viertelfinale der WM in Ägypten gegen den Turnierfavoriten Brasilien nach der 1:0-Führung durch den Schalker Lewis Holtby (73. ) schon mit einem Bein in der Vorschlussrunde, ehe sich die Selecao in der 88. Minute in die Verlängerung rettete und am Ende gegen die ausgepumpten DFB-Junioren 2:1 (1:1, 0:0) gewann. Damit muss das deutsche Team drei Tage nach dem beeindruckenden 3:2-Viertelfinalsieg in Unterzahl gegen Nigeria die Heimreise antreten.

Hrubesch verpasste mit seinem Rumpfteam, dem in Ägypten mehr als zwei Dutzend potenzielle Stammkräfte fehlten, nach seinen EM-Triumphen mit der U19- und der U21 den ersten WM-Titel in seiner Sammlung. Den bislang einzigen U20-WM-Sieg hatten die deutschen Junioren 1981 gefeiert.

Den Traum von einem weiteren Coup zerstörte Brasiliens Angreifer Maicon, der zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit und direkt nach Beginn der Verlängerung (91.) für die Selecao traf. Beim 1:1, einem Schuss ins Torwarteck, machte Schlussmann Ron-Robert Zieler keine gute Figur. Halbfinalgegner der Brasilianer ist Costa Rica, das sich ebenfalls nach Verlängerung 2:1 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate durchsetzte.

"Die Mannschaft hat eine tolle WM gespielt"

Hrubesch fand trotz der Niederlage viel Lob für sein Team: "Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir dieses Spiel verloren haben. Wir haben die Partie leider aus der Hand gegeben. Dennoch bin ich stolz auf meine Mannschaft, denn sie hat als Gruppe wunderbar zusammengearbeitet, sich in dieses Turnier hineingebissen und eine tolle WM gespielt."

Dabei hatte die deutsche Elf gegen die als "Wunderkinder" gefeierten Brasilianern einen guten Start erwischt. Die Defensive ließ zunächst kaum gefährliche Situationen zu, und vorne setzten vor allem die Bender-Zwillinge Akzente. In der sechsten Minute hatte Lars Bender mit einem Drehschuss über das Tor die erste Chance des Spiels und verpasste auch 25 Minuten später das Tor im Nachschuss nur knapp. Sein Bruder Sven (37.) sorgte mit einem Schuss aus 20 Metern für Gefahr.

Die Brasilianer waren häufiger in Ballbesitz, aber erst nach einer halben Stunde begannen sie, mit ihrem Blitzschnellen Kurzpassspiel das deutsche Team vor Probleme zu stellen. Die größte Chance in der ersten Halbzeit vergab Alan Kardec (31.), der nach einem sehenswerten Angriff völlig freistehend neben das Tor schoss. Hrubesch hatte seine Startelf auf zwei Positionen umgebaut. Für die gesperrten Tobias Kempe und David Vrzogic rückten Semih Aydilek und Mario Vrancic ins Team.

Sukuta-Pasu verstolpert die Möglichkeit zur Führung

Auch nach der Pause hielt die DFB-Elf den viermaligen Weltmeister erfolgreich vom eigenen Tor fern und setzten vorne Nadelstiche. Die Riesenchance zur Führung vergab Richard Sukuta-Pasu, der in der 61. Minute frei vor Brasiliens Torwart Rafael auftauchte, den Ball aber fahrlässig vertändelte. Eine Minute später parierte Ron-Robert Zieler auf der Gegenseite einen herrlichen Fallrückzieher von Brasiliens Kapitän Giuliano.

Nach dem Führungstreffer spielte die DFB-Elf konzentriert weiter und ließ keine Aktionen der Selecao zu - bis kurz vor dem Ende. In der Nachspielzeit fehlte den deutschen Junioren im zweiten Kraftakt binnen drei Tagen dann sichtlich die Kraft.

© SID

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