Fußball National
Ulm bestätigt Spieler-Kontakte zur Wettmafia

Dem SSV Ulm liegen Informationen vor, wonach Spieler des Regionalligisten gute Kontakte zur Wettmafia unterhalten haben. Das erklärte der Vorsitzende des Vereins, Rene Mick.

Rene Mick, Vorsitzender des in den Wettskandal verwickelten Regionalligisten SSV Ulm, hat Kontakte einiger SSV-Spieler zur Wettmafia bestätigt. Der Vereinschef erklärte am Sonntag, dass dem Verein Informationen vorliegen, wonach vor allem der gefeuerte Davor Kraljevic gute Kontakte zur Wettmafia nach Berlin unterhalten habe, vor allem zu Ante S.

Ante S. hat nach Angaben von Mick große Summen auf Spiele des SSV Um gesetzt und dabei reichlich Geld gewonnen. Kraljevic, der früher in der Hauptstadt unter anderem bei Tennis Borussia und dem SV Babelsberg gespielt hat, war am Freitag ebenso wie Marijo Marinovic und Dinko Radojevic vom Verein gekündigt worden. Gegen alle drei Spieler steht ein Tatverdacht im Raum.

Nach Informationen der Bild-Zeitung hatte es bereits am vergangenen Donnerstag Hausdurchsuchungen bei den drei verdächtigen Spielern des Süd-Regionalligisten gegeben.

Vier Spiele sollen unter Verdacht stehen

Bereits am vergangenen Wochenende hatte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel veröffentlicht, dass in Deutschland offenbar der frühere Bundesligist verstärkt ins Visier der Ermittler geraten ist. So sollen vier Regionalligaspiele der Ulmer aus der Endphase der vergangenen Saison unter Manipulationsverdacht stehen.

An diesem Wochenende hatte die Südwest Presse berichtet, dass auch Spiele in der laufenden Saison manipuliert sein sollen. Demnach soll es beim 1:3 am 2. Oktober beim SV Darmstadt 98 und beim 1:3 am 18. Oktober beim SC Freiburg II zu wettbewerbswidrigem Verhalten gekommen sein. Die Zeitung berief sich auf Angaben der ermittelnden Bochumer Staatsanwaltschaft.

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass die Ermittler offenbar auch das Testspiel der Ulmer gegen Fenerbahce Istanbul (0: 5) am 14. Juli 2009 unter die Lupe genommen haben. Die Ulmer hatten ihre Spieler anschließend Unschuldserklärungen unterschreiben lassen.

© SID

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