Fußball Nationalmannschaft
DFB-Frauen heute in "WM-Quali" gegen Irland

Heute startet die Frauen-Nationalmannschaft mit dem Spiel in Dublin in die WM-Qualifikations-Woche. Gegen Irland und am Mittwoch gegen die Schweiz in Schaffhausen sollen möglichst sechs Punkte eingefahren werden.

Jubilarin Birgit Prinz hofft auf ein "Sechs-Punkte"-Präsent und den Sprung an die Gruppenspitze: Der Wunschzettel von Deutschlands Weltmeisterinnen ist vor dem "Doppelpack" in der WM-Qualifikation heute gegen Irland in Dublin (14.15 Uhr) und am Mittwoch in Schaffhausen gegen die Schweiz (16.00/beide live im ZDF) längst geschrieben. "Zwei Siege müssen unser Ziel sein", forderte DFB-Trainerin Silvia Neid, weiß aber um die Schwere der Aufgabe: "Beide Gegner werden kompakt in der Defensive stehen. Deshalb müssen wir uns die Räume erarbeiten und unsere Chancen nutzen."

DFB-Präsident Zwanziger reist als Glücksbringer an

Als Glücksbringer wird heute in Dublin der Geschäftsführende DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger ("Ich drücke ganz fest die Daumen") auf der Tribüne sitzen. Seinen Einsatz hat der bekennende Frauenfußball-Fan aber bereits vor dem Spiel, wenn er die dreimalige Weltfußballerin Prinz (1. FFC Frankfurt) für ihren 150. Länderspieleinsatz ehren wird.

Die Spielführerin, die auf eigene Bestmarken und Statistiken keinerlei Wert legt, kann den Anpfiff ob des Trubels um ihre Person indes kaum erwarten. "Auf dem Spielfeld kann ich gut damit umgehen, dass ich im Mittelpunkt stehe, aber abseits des Platzes kann es manchmal schon anstrengend sein", verriet die 28-jährige Prinz, die vor ihrem Jubiläum das Streben nach der absoluten Perfektion endgültig aufgegeben hat. "Diesen Druck mache ich mir nicht mehr. Wenn die Perfektion immer noch mein Anspruch wäre, dann wäre ich 95 Prozent der Zeit nicht zufrieden", betonte die Weltmeisterin von 2003, die der Rekordnationalspielerin Bettina Wiegmann (154 Länderspiele) immer näher kommt.

Lobeshymnen auf Prinz

Vor Lobeshymnen konnte sich Ausnahmestürmerin Prinz (94 Länderspieltore), der ihre Teamkolleginnen zwei Siege binnen fünf Tagen schenken wollen, vor ihrem Jubiläum kaum retten. "Birgit kann ein Spiel allein entscheiden. Und auch wenn sie einmal nicht trifft, reißt sie Räume für ihre Mitspielerinnen. Die Gegner haben unheimlich Respekt vor ihr", meinte Neid, während Nationaltorhüterin Silke Rottenberg erzählte: "Wenn Birgit abzieht, brennen meine Handschuhe."

Die Durchschlagskraft von Prinz soll auch der Garant für den Sprung an die Spitze der Gruppe vier sein. Die DFB-Auswahl ist derzeit mit der Maximalausbeute von zwölf Punkten aus vier Partien Zweiter hinter Russland (15 Zähler aus sechs Spielen). Nur der Erstplatzierte qualifiziert sich für die WM 2007 in China.

Der Druck ist also da. Zudem hat die Neid-Elf an die irische Nationalelf nicht die besten Erinnerungen. Im Mai hatte es in Cottbus nur zu einem mageren 1:0-Sieg gereicht. "Da war ich nicht zufrieden, weil wir einfach viel zu viele Chancen ausgelassen haben. Das können wir besser machen", meinte Neid, die Debütantin Saskia Bartusiak (1. FFC Frankfurt) einen Einsatz in Aussicht gestellt hat.

© SID

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