Fußball Nationalmannschaft
DFB-Frauen wollen makellose Bilanz ausbauen

Heute um 16 Uhr trifft die deutsche Frauen-Nationalmannschaft in Cottbus auf die Auswahl Irlands. Die Truppe von DFB-Trainerin Silvia Neid will ihre weiße Weste in der WM-Qualifikation behalten.

Die Qualifikation zur WM 2007 in China lief für die Frauen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bislang optimal: Alle drei Spiele konnte die deutsche Auswahl bislang gewinnen. Spielmacherin Renate Lingor verspricht, dass der Welt- und Europameister auch im heutigen Spiel gegen das "Abwehr-Bollwerk" aus Irland in Cottbus (16 Uhr/live im ZDF) seine "weiße Weste" behält: "Ich werde schon die Mittel finden, die irische Wand zu durchbrechen."

Die 30-Jährige vom 1. FFC Frankfurt übernimmt nach den verletzungsbedingten Ausfällen ihrer Klubkolleginnen Birgit Prinz und Steffi Jones in ihrem 115. Länderspiel die Kapitänsbinde und damit automatisch mehr Verantwortung.

"Das ist kein Problem für mich. Meine Spielposition bringt es mit sich, dass ich sowieso die Mannschaft führen muss", sagt die 1,66m kleine Spielgestalterin. Gegen die Defensivkünstlerinnen aus Irland sind im ersten Aufeinandertreffen überhaupt die Übersicht und gefährlichen Standards von Renate Lingor besonders gefragt. "Die werden beißen und grätschen. Aber unsere Art, Fußball zu spielen, sollte sich am Ende durchsetzen", sagt Lingor.

Die gebürtige Karlsruherin ist seit dem 1. April beim DFB in der Abteilung Schulfußball angestellt, ihre Zukunft ist dort auch über das Karriereende hinaus gesichert. Doch an ein baldiges Aufhören denkt die studierte Sportwissenschaftlerin nicht: "Ich möchte so lange spielen, wie ich meine Leistung bringe. Ich habe genügend Freunde, die mir zur richtigen Zeit sagen: "Renate, es reicht nicht mehr"."

Bis dahin aber spielt "Idgie" eine zentrale Rolle in den Überlegungen von Nationaltrainerin Silvia Neid. "Sie bestimmt das Tempo im Spiel. Renate ist dank ihrer Übersicht und ihren Pässen einfach weltklasse", lobt Neid.

Makellose Bilanz soll fortgesetzt werden

Gegen Irland soll Lingor mithelfen, die makellose Bilanz in der WM-Qualifikationsgruppe vier weiter auszubauen. Doch Neid warnt ihr Team angesichts des punktgleichen Verfolgers Russland vor Überheblichkeit: "Wir sind gegen Irland zwar die klaren Favoritinnen, aber wir müssen gegen einen vermeintlich schwachen Gegner noch konzentrierter zu Werke gehen, um die Tabellenführung zu behaupten." Nur der Gruppensieger qualifiziert sich für die fünfte Fußball-WM der Frauen.

Ins Team zurückkehren wird unterdessen die Potsdamerin Ariane Hingst. Die Verteidigerin hatte beim Turniersieg beim Algarve-Cup im März in Portugal wegen ihrer Abschlussprüfung zur Physiotherapeutin gefehlt. Im Angriff baut Neid nach dem Ausfall von Prinz auf den ersten Angriff von Bundesliga-Tabellenführer Turbine Potsdam: Conny Pohlers, Petra Wimbersky und Anja Mittag. Für Steffi Jones verteidigt aller Voraussicht nach Annike Krahn (FCR 2001 Duisburg).

© SID

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