Fußball Nationalmannschaft
Fehlstart in Faro für DFB-Frauen

Welt- und Europameister Deutschland ist mit einer 0:1-Niederlage gegen Dänemark in den Algarve Cup gestartet. Der nächste Gegner beim Turnier in Portugal heißt am Freitag Finnland.

Nach dem schwachen Abschneiden im Vorjahr hat der Algarve Cup für die Fußballerinnen von Welt- und Europameister Deutschland erneut mit einer Enttäuschung begonnen. Die Mannschaft von DFB-Trainerin Silvia Neid musste sich zum Auftakt im portugiesischen Faro Dänemark 0:1 (0:0) geschlagen geben.

Erster Gegentreffer seit 917 Minuten

"Es hat an den Nuancen, der Ballannahme und der Ballmitnahme, gehapert. Aber wir haben eine tolle Moral gezeigt und am Ende alles probiert, es sollte einfach nicht sein", erklärte DFB-Trainerin Silvia Neid nach dem Schlusspfiff.

Für die deutschen Frauen war es nach 15 Partien in Folge ohne Pleite die erste Niederlage. Fünf Monate vor den Olympischen Spielen in Peking kassierten die Deutschen durch Merede Pedersen (46.) zudem den ersten Treffer nach 917 Minuten ohne Gegentor.

Die Chance zum Ausgleich vergab Lena Goeßling (SC Bad Neuenahr) in der 83. Minute, als sie die Latte des dänischen Tores traf. Letztmals hatte Deutschland am 30. August 2007 (2:2 gegen Norwegen) Gegentreffer hinnehmen müssen. Die letzte Niederlage hatte es am 14. März 2007 (0:1 gegen Italien) beim letzten Algarve Cup gegeben.

Vor rund 500 Zuschauern in Faro agierte die Mannschaft von DFB-Trainerin Silivia Neid, die ohne die angeschlagenen Sandra Smisek (Zerrung) und Babett Peter (Adduktoren-Verhärtung) auskommen musste, in der Anfangsphase ungewohnt nervös. Während das Spiel der DFB-Elf von Fehlpässen geprägt war, bestimmten die Däninnen das Geschehen, kamen aber kaum gefährlich vor das von Silke Rottenberg gehütete deutsche Tor.

Rottenberg gibt Comeback

Wie zuvor angekündigt, schenkte Neid gegen Dänemark Rottenberg das Vertrauen. Die Torfrau vom deutschen Meister 1. FFC Frankfurt und WM-Keeperin Nadine Angerer (Djurgardens IF) werden in den kommenden Spielen abwechselnd zwischen den Pfosten stehen. Neid hatte zuletzt erklärt, dass sich beide Torhüterinnen hinsichtlich eines Stammplatzes bei den Olympischen Spielen in einem offenen Rennen befinden.

Nach einer knappen Viertelstunde wurde die vorher zerfahrene Partie etwas besser. Zunächst vergab Simone Laudehr (FCR Duisburg) die erste gute Möglichkeit der DFB-Elf (15.), dann reagierte Rottenberg glänzend bei einem Schuss von Camilla Sand (16.). Nach diesen Szenen verflachte das Spiel wieder. Dem zweimaligen Weltmeister und sechsmaligen Europameister aus Deutschland, der noch nie die Goldmedaille bei Olympia gewinnen konnte, fehlte vor allem die Durschlagskraft im Angriff.

In den letzten Minuten vor der Pause bekam das Team von Neid, die ihre Elf im Vergleich zum 2:0-Sieg vergangene Woche in Freiburg gegen China auf vier Positionen veränderte hatte, die Partie besser in den Griff. Dennoch konnten sich die Deutschen, die im nächsten Spiel am Freitag auf Finnland (14.15 Uhr/live im ZDF) treffen, kaum Torchancen erarbeiten.

Schlechte Erinnerungen ans Vorjahr

Nur kurz nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die DFB-Auswahl, die im vergangenen Jahr beim Turnier in Portugal nach schwachen Leistungen nur auf Platz acht landete, aber dennoch ein halbes Jahr später den WM-Titel verteidigen konnte, unkonzentriert.

Nach dem Rückstand drängten die Deutschen, die vor der Partie eine Bilanz von elf Siegen, drei Remis und drei Niederlagen gegen Dänemark vorweisen konnten, auf den Ausgleich. Überzeugen konnte das Team von Neid, die aus 37 im Blickfeld stehenden Spielerinnen einen 18-köpfigen Olympia-Kader zusammenstellen muss, aber auch dabei nicht.

© SID

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