Fußball Nationalmannschaft
Kuranyi will nicht um Nationalelf-Comeback betteln

Kevin Kuranyi macht sich derzeit kaum Hoffnungen auf ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft. Um eine Rückkehr wolle er aber nicht betteln.

Angreifer Kevin Kuranyi vom Bundesligisten Schalke 04 sieht derzeit kaum eine Chance auf ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft. "Ich habe meinen Fehler offen eingeräumt. Wenn ich die zweite Chance trotzdem nicht bekommen sollte, muss ich eben in meinem Verein für meine Zukunft arbeiten. Wer weiß: Vielleicht gelingt es mir doch noch, Meinungen zu ändern. Aber ich werde nicht darum betteln", sagte der 27-Jährige im Interview mit der Welt am Sonntag.

Bundestrainer Joachim Löw hatte den Schalker im vergangenen Oktober aus der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verbannt, nachdem dieser die Mannschaft während des Länderspiels gegen Russland in Dortmund verlassen hatte, weil er auf der Tribüne hatte Platz nehmen müssen.

"Habe mir immer eine zweite Chance gewünscht"

Kuranyi: "Ich habe mir immer gewünscht, eine zweite Chance zu bekommen. Auch deshalb, weil ich schon gezeigt habe, dass ich wichtig für die Nationalelf sein kann. Aber wenn ein Trainer eine Entscheidung trifft und sie offensichtlich nicht zurücknehmen kann, muss ich es akzeptieren." Angesprochen, ob die Flucht von der Nationalmannschaft ein willkommener Anlass war, um ihn auszumustern, sagte der Schalker: "Ich hoffe, dass es nicht so war. Aber wenn doch, dann wäre es mir lieber, man würde mir das ins Gesicht sagen."

Der Torjäger ergriff auch Partei für den Bremer Torsten Frings, der zuletzt von Löw nicht berücksichtigt wurde. "Wenn man das Gefühl hat, man hätte gut trainiert, aber spielt doch nicht, fühlt man sich automatisch ungerecht behandelt. Für den Trainer ist es auch nicht immer einfach. Aber ich finde, man sollte auch respektieren, was man als Nationalspieler geleistet hat. Torsten Frings hat über Jahre seine Leistungen in der Nationalelf gebracht. So etwas darf nicht von einem auf den anderen Tag vergessen werden", sagte der Ex-Stuttgarter.

© SID

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