Fußball Nationalmannschaft
Schweinsteiger, Klose und Khedira fehlen Löw

Für das Länderspiel in England am Mittwoch gehen Bundestrainer Joachim Löw langsam die etablierten Spieler aus. Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose sagten ebenso verletzungsbedingt ab wie Debütant Sami Khedira.

Die Personaldecke der deutschen Nationalmannschaft für das Länderspiel in England am Mittwoch wird immer dünner: Nun hat auch Mittelfeldspieler Sami Khedira vom deutschen Meister VfB Stuttgart seine Teilnahme abgesagt, er muss sein Nationalmannschafts-Debüt verschieben. Der 20-Jährige zog sich am Samstag bei der 1:3 (1:0)-Niederlage der Schwaben bei Hertha BSC Berlin einen Außenbandanriss im rechten Fuß zu und fällt damit für das Länderspiel des WM-Dritten im neuen Wembley-Stadion (21.00 Uhr Mesz) aus. Aufgrund der drei weiteren Ausfälle nominierte Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen) und David Odonkor (Betis Sevilla) nach.

Die nächste Hiobsbotschaft erreichte Löw aus dem Lager von Bayern München: Stürmerstar Miroslav Klose und Bastian Schweinsteiger sagten ihre Teilnahme ebenfalls ab. Klose erlitt im Ligaspiel bei Werder Bremen eine Bänderdehnung im Knie, Schweinsteiger plagen Rückenprobleme.

Löw fehlt damit eine komplette "erste Elf", doch bleibt der Trainer trotz der personellen Nackenschläge vier Tage vor dem Start in die EM-Saison gelassen und zuversichtlich.

Löw bleibt gelassen

"Es ist egal, mit welchem Kader wir nach England reisen. Wir werden optimistisch in das Spiel gehen und das Beste aus unserer Situation machen. Es wäre fatal, wenn wir glauben würden, wir könnten durch die Ausfälle nur mit Defensivarbeit in England bestehen", sagte Löw am Sonntag dem Sport-Informations-Dienst (sid) und kündigte für die Partie gegen die "Three Lions" eine offensive Grundausrichtung an: `Wir werden schnell und zielstrebig nach vorne spielen und versuchen, Tore zu erzielen. Nur wenn wir so spielen, haben wir eine Chance."

Auch DFB-Präsident Theo Zwanziger vertraut darauf, dass Löw trotz des personellen Aderlasses am Mittwoch vor 90 000 Zuschauern im Mekka des Fußballs eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten kann. "Das wird kein Freundschaftsspiel, gegen England geht es immer sehr ernst zur Sache. Auch wenn Joachim Löw zahlreiche Spieler nicht zur Verfügung stehen, ist es für jeden Spieler, der auf dem Platz steht, eine Ehre, in Wembley zu spielen", sagte Zwanziger.

Löw: "Es wird zwangsläufig Veränderungen geben"

Löw muss im ersten Länderspiel der EM-Saison bereits auf Kapitän Michael Ballack (Aufbautraining), Mario Gomez (Oberschenkelverletzung), Torsten Frings (Schäden am Innen- und Kreuzband im rechten Knie), Tim Borowski (Knieverletzung), Lukas Podolski (Trainingsrückstand), Jan Schlaudraff (Bandscheiben-OP), Clemens Fritz (Bauchmuskelzerrung) und Marcell Jansen (Verletzung am Wadenbeinkopf) verzichten.

"Wir müssen erstmal die Frage klären, wer körperlich zu hundertprozent in der Lage ist, aufzulaufen. Erst dann können wir uns Gedanken machen, wie wir genau an dieses Spiel herangehen. In Jens Lehmann, Bernd Schneider und Christoph Metzelder haben wir aber einige erfahrene Spieler, denen wir Verantwortung übertragen müssen", sagte Löw, der in England aufgrund der Personalprobleme zum Improvisieren gezwungen ist: "Es wird zwangsläufig Veränderungen geben. Trotzdem freuen wir uns auf das Spiel, denn es gibt anderen Spielern die Möglichkeit, in den Mittelpunkt zu rücken. Da können wir wichtige Erkenntnisse gewinnen."

© SID

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