Fußball Olympia
Neid verzichtet in Peking auf Grings

Torjägerin Inka Grings steht nicht im 25-köpfigen Aufgebot des deutschen Frauen-Nationalteams für die Olympischen Spiele in Peking. DFB-Trainer Silvia Neid berief 17 Weltmeisterinnen.

Mit 17 Weltmeisterinnen von 2007, aber ohne Torjägerin Inka Grings startet die deutsche Nationalmannschaft in die vorletzte Vorbereitungsphase auf die Olympischen Spiele in Peking (8. bis 24. August). Stürmerin Grings vom FCR Duisburg, die vor dem abschließenden Spieltag die Bundesliga-Torschützenliste (25 Treffer) anführt, steht nicht im 25-köpfigen Aufgebot des DFB, aus dem sich am 18. Juli der 18 Spielerinnen umfassende Olympia-Kader rekrutieren wird.

DFB-Trainerin Silvia Neid erklärte den Verzicht auf Grings unter anderem mit formellen Versäumnissen. "Ich kann Inka Grings nicht mehr berücksichtigen, da sie sich selbst von der Liste der für die Olympischen Spiele in Frage kommenden Spielerinnen gestrichen hat. Sie hat nicht die für das China-Visum notwendigen Unterlagen eingereicht", begründete Neid und fügte an: "Und das trotz mehrfacher Aufforderung seitens des DFB."

Außerdem sei Grings schon im Februar die einzige Spielerin gewesen, die nicht an der internistischen und orthopädischen Untersuchung für die Nationalmannschaft teilgenommen habe, teilte Neid weiter mit.

Die 29-jährige Grings hatte sich beim EM-Triumph der DFB-Elf 2005 in England den Titel der Torschützenkönigin gesichert und zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Bundesliga-Torjägerinnen. Ihr letztes Länderspiel hat die 64-malige Nationalspielerin (41 Tore) Ende Oktober 2005 bestritten.

"Renate ist voll im Soll"

Dafür steht die zuletzt wegen einer Schultereckgelenksprengung pausierende Spielmacherin Renate Lingor im Aufgebot. "Renate ist voll im Soll. Bei ihr kommt es jetzt darauf an, wie weit sie fußballspezifisch ist. Wir werden dann in den Lehrgängen sehen, ob es für sie reicht", sagte Neid über die Frankfurterin.

Ähnlich sieht die Situation bei Celia Okoyino da Mbabi (SC Bad Neuenahr) nach ihrem Schienbeinbruch aus. Neid: "Sie hatte in jüngster Vergangenheit noch ein paar Probleme durch den Nagel und die Schrauben, die ihr noch nicht entfernt wurden."

Klarheit herrscht nach dem Nationalmannschafts-Rücktritt der Frankfurterin Silke Rottenberg auf der Torhüterinnen-Position. WM-Heldin Nadine Angerer (Djurgarden IF/Schweden) ist die klare Nummer eins, Ursula Holl (SC Bad Neuenahr) die Nummer zwei.

In der Abwehr erhielt Bianca Rech (Bayern München) den Vorzug gegenüber Sonja Fuß (FCR Duisburg) und Jennifer Zietz (Turbine Potsdam). Im stark besetzten Angriff um die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt) fand Weltmeisterin Anja Mittag (Turbine Potsdam) keine Berücksichtigung mehr.

Für die Welt- und Europameisterinnen beginnt am 26. Juni mit dem ersten Lehrgang die heiße Phase der Olympia-Vorbereitung. Vier Lehrgänge wird Neid mit ihrer Mannschaft absolvieren, ehe der DFB-Tross am 30. Juli in Richtung Schenjang aufbrechen wird.

Nach dem Länderspiel am 17. Juli gegen England in Unterhaching (18.00 Uhr) wird Neid ihren Olympia-Kader benennen. Das Spiel am 23. Juli in Sandefjord gegen Norwegen (18.00/beide live in der ARD) dient dann als Generalprobe für die Sommerspiele.

© SID

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