Fußball Regionalliga
FC St. Pauli träumt weiter vom Aufstieg

Der FC St. Pauli hat die Rückkehr in die 2. Bundesliga fest im Blick. Durch den 3:0-Erfolg über Rot-Weiss Ahlen bauten die Hamburger den Vorsprung auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz auf drei Punkte aus.

Der Traditionsverein FC St. Pauli war der große Gewinner des Wochenendes in der Regionalliga Nord und hat die ersehnte Rückkehr in die 2. Bundesliga fest im Visier. Dank des 3:0 (0:0)-Heimsieges gegen Rot-Weiss Ahlen verteidigte die Mannschaft von Trainer und Sportchef Holger Stanislawski nicht nur die Tabellenführung, sondern baute den Vorsprung auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz auf drei Punkte aus.

Hinter dem FC St. Pauli (54 Punkte) ist Neuling 1. FC Magdeburg (52) nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg bei Schlusslicht Hertha BSC Berlin II zum ersten Mal auf den zweiten Aufstiegsplatz geklettert und darf nun mehr denn je vom direkten Durchmarsch träumen. Der VfL Osnabrück hält allerdings mit 51 Zählern den Anschluss.

"Die Mannschaft hat sich für die Leistungen in den letzten Wochen belohnt", meinte Stanislawski über den 15. Saisonsieg. St. Pauli ist am heimischen Millerntor, das zurzeit umgebaut wird, weiterhin ungeschlagen, und Torhüter Patrick Borger hat zu Hause seit 551 Minuten keinen Gegentreffer kassiert.

Ein spätes Tor des eingewechselten Mathias Surmann (87.) rettete Osnabrück im Verfolger-Duell beim Tabellenvierten Kickers Emden ein 1:1 (0:1). "Damit sind wir weiter voll im Geschäft", sagte VfL-Trainer Claus-Dieter Wollitz, zumal am nächsten Spieltag das "Gipfeltreffen" mit dem FC St. Pauli bevorsteht. Kickers-Trainer Marc Fascher gab ehrlich zu: "Der Zeitpunkt des Ausgleichs war für uns bitter, für die Osnabrücker aber hochverdient."

Dresden verliert Nordost-Derby

Die Chancen von Dynamo Dresden auf den direkten Wiederaufstieg sind dagegen deutlich gesunken. Die Sachsen mussten sich im traditionsreichen Nordost-Derby bei Union Berlin 1:2 (0:2) geschlagen. Damit vergrößerte sich der Rückstand auf einen Aufstiegsplatz fünf Spieltage vor dem Saisonende auf vier Punkte.

Vor 12 024 Zuschauern an der Alten Försterei begünstigte Dresdens Torhüter Oliver Herber durch zwei Patzer die 2:0-Pausenführung des 1. FC Union durch Treffer von Nico Patschinski (16.) und Sebastian Bönig (44.). Der Dresdner Sturmlauf in der zweiten Halbzeit brachte nur noch den Anschlusstreffer durch Samuel Koejoe (73.). "Wir haben uns auswärts wohl noch nie so viele Tor-Chancen erarbeitet", äußerte Dynamo-Trainer Norbert Meier.

Einen erfolgreichen Einstand als neuer Trainer beim Wuppertaler SV Borussia feierte Wolfgang Jerat. Bei der zweiten Mannschaft von Werder Bremen siegten die Bergischen 2:1 (0:1) und verkürzten den Rückstand zu Platz zwei auf vier Punkte. "Der Sieg tut uns gut. Alles ist noch möglich", sagte Jerat.

Den Anschluss an die Spitzengruppe hat der FC Rot-Weiß Erfurt dank des 5:3 (0:2)-Sieges beim Abstiegskandidaten SV Wilhelmshaven geschafft. Nach einem 0:2-Pausenrückstand drehten die Thüringer die turbulente Partie mit fünf Treffern in nur 22 Minuten. "Ich bin stolz auf die Jungs", sagte Trainer Pawel Dotschew.

Ricken lässt BVB-Reserve hoffen

Die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund darf weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Beim VfB Lübeck, dessen Talfahrt sich nahtlos fortsetzt, erzielte der von Cheftrainer Thomas Doll zur Reserve abgeschobene Ex-Nationalspieler Lars Ricken zwei Treffer (27./31.) zum 3:1 (2:0)-Erfolg der Dortmunder, die den Rückstand zum "rettenden Ufer" auf vier Punkte verringerten. Borussia Mönchengladbach II siegte bei der Reserve des Hamburger SV 2:1 (1:0) und reichte die "Rote Laterne" des Tabellenletzten erstmals seit dem 9. Spieltag an Hertha BSC Berlin II weiter.

Fortuna Düsseldorf stoppte die Talfahrt mit einem 3:1 (1:1)-Sieg bei Abstiegskandidat Bayer Leverkusen II vor 3 100 Zuschauern in der Bayarena. Ahmet Cebe (28.), Henri Heeren (59.) und Sebastian Kneißl (80.) trafen für die Fortuna, die David Krecidlo mit einer Roten Karte (35.) verlor. Pierre De Wit hatte per Foulelfmeter zwischenzeitlich ausgeglichen (35.).

© SID

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