Fußball Spanien
Calderon zum zweiten Mal in zwei Tagen vor Gericht

Ramon Calderon steht bereits zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit vor Gericht. Dem 57-Jährigen Ex-Real-Chef wird Einflussnahme auf die Präsidentenwahl 2006 vorgeworfen.

Der Ex-Präsident des spanischen Rekordmeisters Real Madrid, Ramon Calderon, und weitere Personen aus dem Führungsteam des ehemaligen Real-Chefs werden wegen der Einflussnahme auf die Präsidentenwahl im Jahr 2006 angeklagt. Dies erklärte ein Gericht in Spaniens Hauptstadt Madrid.

"Es gibt ernsthafte Anzeichen, dass mehrere Briefwahlstimmen gefälscht waren. Nicht um einen Kanditaten zu bevorzugen, aber um diese Form der Wahl negativ aussehen zu lassen", sagte ein Richter.

Bei den Wahlen vor drei Jahren waren die Briefwahlstimmen nach Calderons Einspruch wegen eines angeblichen "Verstoßes gegen die Vereinssatzung" nicht gewertet worden. Calderon hatte die Wahl knapp mit 246 Stimmen Mehrheit gewonnen.

Neuer Real-Präsident am 14. Juni

Die Anklage ist bereits der zweite juristische Rückschlag für Calderon innerhalb von nur zwei Tagen. Bereits am Mittwoch waren er und insgesamt 13 weitere Personen wegen der Manipulationsvorwürfe im Zusammenhang mit der Mitgliederversammlung im vergangenen Dezember angeklagt worden. Calderon war wegen der Anschuldigungen von seinem Amt zurückgetreten.

Der neue Real-Präsident wird am 14. Juni gewählt. Bei der Wahl wird ein Nachfolger von Vicente Boluda gesucht, der nach dem Rücktritt von Calderon seit Anfang Januar als kommissarischer Präsident die Amtsgeschäfte führt. Als Favorit gilt Florentino Perez, der bereits vom 16. Juli 2000 bis zum 27. Februar 2006 Real-Präsident war.

© SID

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