Fußball U21
U21-Spieler üben Kritik an Fernsehanstalten

Weil bei den deutschen Fernsehanstalten unter anderem Pokern anstelle des Auftaktspiels der U21-EM in Portugal lief, müssen sich die Sender deutliche Kritik aus Reihen der deutschen Mannschaft anhören.

Wenn sich da einige Sender mal nicht "verpokert" haben: beim Auftaktspiel der U21-EM in Portugal schauten die deutschen Fußball-Fans in die Röhre. Dies sorgt nun auch bei den Spielern der deutschen Mannschaft für Unmut. Während in den übrigen sieben Teilnehmerländern und sogar in Israel Live-Bilder des Turniers aus Portugal zu sehen sind, wird ausgerechnet im Land des WM-Gastgebers keine Partie übertragen.

"Ich habe gehört, stattdessen lief Pokern. Das scheint ja auch wichtiger zu sein", meinte der Mönchengladbacher Eugen Polanski, der zum Auftakt das Siegtor beim 1:0 gegen Serbien-Montenegro erzielt hatte. Deutliche Worte statt Ironie benutzte der Nürnberger Stefan Kießling. "Ich empfinde es ehrlich gesagt als Frechheit", sagte der Stürmer: "Im Vorfeld wurde jedes Freundschaftsspiel von uns gezeigt, und nun wenn es drauf ankommt, findet sich kein Sender. Und dass, obwohl wir eine saustarke Truppe zusammen haben, die Europameister werden kann."

Die deutschen Junioren spekulieren laut Kießling darauf, dass bei anhaltenden Erfolgen doch noch ein Kanal einspringt, aber, so der künftige Leverkusener, "das müssen die Sender selbst wissen". Das Endspiel der Junioren-EM findet fünf Tage vor dem Start der A-WM in Deutschland statt und könnte die Fußball-Euphorie im Land weiter schüren. Das Deutsche Sportfernsehen (DSF), das zumeist die Spiele des deutschen Nachwuchses übertrug, hatte sich im Vorfeld aber nicht mit dem Schweizer Rechtevermarkter Team einigen können.

© SID

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