Fußball U21
U21 verliert Play-off-Hinspiel in England 0:1

Die deutsche U21-Auswahl hat das Play-off-Hinspiel der EM-Qualifikation in Coventry gegen Gastgeber England knapp verloren. Vor 30 919 Zuschauern unterlagen die DFB-Kicker den "Three Lions" mit 0:1 (0:0).

Die deutschen U21-Männer müssen um die Teilnahme an der Endrunde der Europameisterschaft bangen. Nach einer über weite Strecken schwachen Leistung verlor das Team von DFB-Trainer Dieter Eilts das erste Play-off-Duell gegen den Erzrivalen England am Freitagabend in Coventry durch den Gewaltschuss von Leigthon Baines in der 76. Minute mit 0:1 (0:0). Dabei konnte sich das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) noch beim überragenden Torhüter Michael Rensing bedanken, der ein mögliches Debakel gegen die pausenlos anrennenden Engländer verhinderte.

Deutschland muss sich im Rückspiel in Leverkusen am kommenden Dienstag (20.15 Uhr/live im DSF) erheblich steigern, um das Ticket für die EM-Endrunde 2007 in den Niederlanden zu lösen. Dort werden auch die vier europäischen Olympia-Startplätze für die Sommerspiele 2008 in Peking vergeben. Deutschland wartet seit 1987 auf einen Sieg gegen die "Three Lions".

Deutsche Abwehr unter Dauerdruck

Vor 30 919 Zuschauer in der Arena des englischen Zweitligisten Coventry City stand die deutsche Abwehr unter der Beobachtung von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer unter Dauerdruck. Nach sechs Minuten wurde Rensing auf dem rutschigen Untergrund erstmals ernsthaft geprüft und parierte gegen Tom Huddlestone sicher. Die umformierte Defensive, in der Patrick Ochs auf der ungewohnten linken Seite Pascal Bieler ersetzte, präsentierte sich keinesfalls sattelfest.

Die deutschen Junioren konnten von Glück sagen, dass England ein halbes Dutzend guter Gelegenheiten vergab und nicht frühzeitig 2:0 oder 3:0 in Führung ging. Im Belagerungszustand bewahrte allein Rensing kühlen Kopf, der auch die beste Chance der Gastgeber durch Anton Ferdinand (34.) erneut glänzend vereitelte.

In der Offensive setzte das deutsche Team, das sich in der Vorrunde in Nordirland (3:2) und gegen Rumänien (5:1) behauptet hatte, zunächst keinerlei Akzente. Piotr Trochowski, der erstmals von Bundestrainer Joachim Löw für die A-Nationalmannschaft berufen wurde, konnte im Mittelfeld nicht ersetzt werden. Aaron Hunt und der Berliner Debütant Kevin-Prince Boateng hatten kaum gute Aktionen.

DFB-Trainer Dieter Eilts hatte im Sturm auf Kapitän Stefan Kießling gesetzt, der sich nach Problemen mit der Beckenmuskulatur wieder fit gemeldet hatte. An der Seite des Leverkuseners stürmte Mario Gomez vom VfB Stuttgart. Um die Riesenlöcher in der Abwehr zu stopfen, reagierte Eilts bereits zur Halbzeit: Andreas Ottl kam für den schwachen Mönchengladbacher Eugen Polanski.

Der Wechsel verlieh der Defensive aber nur für einige Minuten mehr Stabilität, dann sorgte Wayne Routledge mit einem Schuss aus 20 Metern für Gefahr (57.). Rensing lenkte den Flachschuss des Stürmers vom FC Fulham in höchster Not an den Pfosten. Offensiv bot Deutschland auch in der zweiten Hälfte ein trauriges Bild. Nach 60 Minuten war immer noch keine einzige Torchance zu notieren, stattdessen musste Rensing gegen Nigel Reo-Cooker nochmals eingreifen. Erst Aaron Hunt (65.) brachte England mit einem Schuss von der Strafraumgrenze in Verlegenheit.

© SID

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