Fußball Uefa-Cup
Bayer-Elf hat Schicksal in der Hand

Vorweihnachtliche Bescherung oder Endstation Gruppenphase: Für Bayer Leverkusen geht es im Uefa-Pokal-Heimspiel gegen Sparta Prag heute (18.15 Uhr/live im ZDF) um alles oder nichts.

Bayer Leverkusen steht vor dem Uefa-Pokal-Heimspiel gegen Sparta Prag heute (18.15 Uhr/live im ZDF) am Scheideweg: Ein Sieg gegen den 31-maligen tschechischen Meister wäre gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Einzug in die dritte Runde, bei einer Niederlage hätte die "Werkself" womöglich ihr Schicksal nicht mehr in der eigenen Hand.

"Wir wollen unseren guten Lauf der letzten Wochen fortsetzen. Ein besonderer Anreiz ist dabei, dass wir mit einem Sieg vorzeitig qualifiziert sind", sagte Bayer-Coach Michael Skibbe und spricht von einer "interessanten, aber schwierigen Aufgabe". Ein Sieg und eine Niederlage stehen für die viertplatzierten Rheinländer in Gruppe E derzeit zu Buche. Zum Abschluss wartet noch das Auswärtsspiel beim FC Zürich (19. Dezember).

Barbarez glaubt an den Sieg

An ein Scheitern denkt unter dem Bayer-Kreuz derzeit aber niemand. "Wenn wir das zeigen, was wir können, werden wir das Spiel gewinnen", meint Sergej Barbarez, der seit Wochen in bestechender Form ist. So gut, dass eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages wieder ein Thema ist.

Der 36-Jährige hat in den vergangenen drei Monaten, als Nationalspieler Bernd Schneider mit einer Knieverletzung ausfiel, im Mittelfeld hervorragend Regie geführt und sich auch als Torjäger ausgezeichnet. So will Sportchef Rudi Völler die Personalie Barbarez ("Ein Riesenfußballer") im Winter klären. Sogar bei den Fans steht der lange Zeit unbeliebte Bosnier inzwischen hoch im Kurs.

Durch die überragenden Leistungen von Barbarez hat Skibbe nun die Qual der Wahl. Schneider gab am Wochenende beim 3:0 in Berlin, übrigens dem vierten Sieg in Serie, sein Comeback und drängt mit Vehemenz in die Startelf. Dort ist inzwischen auch Kapitän Carsten Ramelow angekommen, der sich zwischenzeitlich bereits auf dem Abstellgleis befand, dann aber von der Verletzung des Chilenen Arturo Vidal profitierte.

Sparta unter Druck

Sparta steht indes in Leverkusen unter Druck. Der tschechische Meister und Cupsieger liegt mit vier Punkten zwar auf dem dritten Platz vor Bayer, bestreitet aber in der Bayarena bereits sein letztes Gruppenspiel. Ohnehin läuft es für den Serienmeister nicht rund in dieser Saison.

In der Liga liegt Sparta nur auf Platz drei, und im internationalen Geschäft wurde der Einzug in die Champions Leage in der Qualifikation durch zwei deutliche Niederlagen gegen den FC Arsenal verspielt. Sogar die Uefa-Cup-Gruppenphase war für Prag in Gefahr, erst ein Sieg im Elfmeterschießen gegen Odense BK bewahrte die Elf von Trainer Michal Bilek vor dem Erstrunden-K.o.

Viel Brisanz bei Belgrad gegen Bolton

Das Spiel zwischen Roter Stern Belgrad und den Bolton Wanderes (20.45 Uhr/live im DSF) in der Gruppe von Bayern München wird unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. "Mehr als 700 Sicherheitskräfte werden im Einsatz sein und dazu werden zusätzliche normale und Sondereinheiten der Polizei die Fans beobachten", erklärte der Belgrader Klub-Sprecher Milan Boskovic: "Wir wollen sicherstellen, dass keine Zwischenfälle das Spiel überschatten und unsere Anstrengungen, die nächste Runde zu erreichen, stören."

Den rund 500 Wanderers-Fans, die ihr Team in Belgrad unterstützen wollen, wurden vorab bereits Verhaltensregeln mit auf den Weg gegeben. Boltons Polizeichef empfahl den Anhängern, an Touristenattraktionen zu bleiben, wo die lokale Polizei und Beamte aus Bolton gemeinsam Probleme lösen würden. "Wenn unsere Fans sich so verhalten wie in den letzten Europapokalspielen und ruhig bleiben, wenn die Polizei sie auffordert, zu warten, wird alles in Ordnung sein", sagte Pete Matthews.

© SID

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