Fußball Uefa-Cup
Bayer holt torloses Remis in Istanbul

Bayer Leverkusen hat im Hinspiel der ersten K.o.-Runde im Uefa-Pokal ein 0:0 beim türkischen Vertreter Galatasaray Istanbul erreicht. Das Rückspiel steigt am 21. Februar.

Im Schneetreiben von Istanbul hat sich Bayer Leverkusen eine gute Ausgangsposition für den Sprung ins Achtelfinale des Uefa-Cups erarbeitet. Die Werkself kam beim von Karl Heinz Feldkamp trainierten 16-maligen türkischen Meister Galatasaray Istanbul am Mittwoch trotz einer schwachen Leistung zu einem 0:0 und kann am 21. Februar in der heimischen Bayarena den Einzug in die nächste Runde perfekt machen. Dort könnte es dann zu einem Bundesliga-Duell mit dem Hamburger SV kommen, der am Donnerstag beim FC Zürich antritt.

"Mehr war nicht drin"

"Mehr war wirklich nicht drin. Galatasaray hat uns kaum zur Entfaltung kommen lassen. Wir konnten dem Druck des Gegners nicht standhalten", meinte Bayer-Coach Michael Skibbe: "Wir müssen nächste Woche nachlegen. Dennoch bin ich mit dem Ergebis hochzufrieden."

Feldkamp wähnte sein Team zumindest als moralischer Sieger. "Wenn wir Boxer wären, dann hätten wir nach Punkten gewonnen. Wenn man über 90 Minuten nicht eine Chance der Leverkusener sieht, muss man sagen, dass wir das Spiel dominiert haben. Wenn wir im Rückspiel so diszipliniert spielen wie Leverkusen, werden wir das entscheidende Tor machen."

Vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Ali-Sami-Yen-Stadion, das seinem Ruf als "Hölle von Istanbul" zu keiner Zeit gerecht wurde, zeigte Leverkusen aber wenig von dem erfischenden Offensivfußball, der das Team von Trainer Michael Skibbe zuvor zu sieben Siegen und einem Unentschieden in den letzten neun Pflichtspielen geführt hatte. Stattdessen zeigte Bayer viele Fehler im Spielaufbau und war nicht nicht in der Lage, den Tabellenführer der türkischen Süper Lig in Verlegenheit zu bringen.

Adler auf dem Posten

Stattdessen mussten sich die Gäste in ihrem 132. Europacupspiel bei ihrem Torhüter Rene Adler bedanken, der gleich dreimal die Führung der auch nicht überzeugenden Türken verhinderte. In der 41. Minute verkürzte Adler gegen Galatasarays Torjäger Hakan Sükür geschickt den Winkel und lenkte dessen Schuss mit den Fingern zur Ecke ab. In der 52. Minute stand Adler richtig, als Ümit vier Meter vor dem Tor frei an den Ball kam. Und in der 71. Minute war der Schlussmann erneut zur Stelle, als Hakan Sükür mit der Fußspitze gefährlich an den Ball kam.

Die einzige im Ansatz gefährliche Offensivaktion der Leverkusener vertändelte Sergej Barbarez, als er nach einem Abspielfehler der Gala-Abwehr Stefan Kießling bedienen wollte, anstatt selbst den Abschluss zu suchen (29.). Allerdings war auf dem nach stundenlangem Schneeregen schwer bespielbaren Platz auch nicht einfach, technisch ansprechenden Fußball zu zeigen.

In der gut stehenden Viererkette der Werkself standen im Gegensatz zum 1:1 zuletzt in der Bundesliga gegen den Hamburger SV Nationalspieler Gonzalo Castro, der gegen den HSV eine Gelbsperre abgesessen hatte, und Hans Sarpei. Der Ghanaer war nach Platz drei beim Afrika-Cup ins Team zurückgekehrt, zeigte aber noch deutliche Anpassungsschwierigkeiten.

Der 73-jährige Feldkamp dagegen musste beim Uefa-Cup-Sieger von 2000 auf seinen Afrikaner verzichten. Der frühere Kölner Rigobert Song war nach der Finalniederlage mit Kamerun nicht pünktlich in Istanbul eingetroffen. Der "graue Fuchs" brachte zudem den Ex-Schalker Lincoln erst in der 84. Minute und begann die Partie mit elf Türken in der Anfangsformation, darunter der Ex-Essener Baris Özbek, der dank eines deutschen Passes inzwischen für die deutsche U21-Nationalelf spielt. Serkan Calik, der wie Özbek von RWE nach Istanbul kam, fehlte wegen Oberschenkelproblemen.

© SID

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