Fußball Uefa-Cup
Bayer zittert vor Berbatow-Rückkehr

Im Sommer musste Bayer Leverkusen seinen besten Torjäger zu Tottenham Hotspur ziehen lassen. Heute kehrt Dimitar Berbatow im Uefa-Pokal zurück an seine alte Wirkungsstätte und soll gegen den Bundesligisten treffen.

Jahrelang jubelte Bayer Leverkusen über die Tore von Dimitar Berbatow. Doch heute (20.30 Uhr/live im ZDF) hofft der Werksklub, dass sich der Bulgare im Uefa-Cup-Duell gegen Tottenham Hotspur nicht in die Torschützenliste eintragen wird. Schließlich steht der 25-Jährige seit Sommer bei den Londonern unter Vertrag und kehrt nun an seine alte Wirkungsstätte zurück.

"Es ist immer schwierig, gegen seinen ehemaligen Klub zu spielen. Das gilt besonders für mich, denn ich war fast sechs Jahre in Leverkusen", sagte der Angreifer, der 69 Bundesligatreffer in 154 Erstligapartien für Bayer erzielte. 21 Erstliga-Tore in der vergangenen Saison waren die beste Empfehlung, um für die festgeschriebene Ablöse von 15,7 Mill. Euro in die englische Premier League zu den Spurs zu wechseln.

"Jetzt spiele ich für Tottenham und werde versuchen, für meinen neuen Klub Tore zu schießen", erklärte Berbatow, der bislang vor allem im Uefa-Cup seinen Torriecher unter Beweis gestellt hat. Drei von sieben Treffern der Londoner hat er im diesjährigen Europacup erzielt und ein weiteres Tor vorbereitet.

Berbatow: "Ich werde ihm erzählen, was ich weiß"

Klar war für ihn, dass er Tottenham-Teammanager Martin Jol, Ex-Bundesliga-Profi von Bayern München, einige Informationen über Bayer zukommen lässt. "Ich werde ihm erzählen, was ich weiß", berichtete der Bulgare, "ich kenne alle Spieler. Wenn es gewünscht wird, gebe ich meine Ratschläge."

Unterstützung erhielt Berbatow in dieser Saison in gesundheitlicher Hinsicht ausgerechnet vom kommenden Gegner. Vor einigen Wochen flog er auf Grund seiner Leistenbeschwerden ins Rheinland und ließ sich von Bayers langjährigem Physiotherapeuten Dieter Trzolek mit Erfolg behandeln.

Schneider: "Für 90 Minuten ruht die Freundschaft"

Die Bayer-Spieler freuen sich unterdessen auf das Wiedersehen mit dem erfolgreichsten Stürmer der letzten Jahre. "Es ist schön, dass er nach Leverkusen kommt, aber für die 90 Minuten ruht die Freundschaft", erklärte Mittelfeld-Ass Bernd Schneider, der immer noch unter Kniekehlenbeschwerden leidet, aber unbedingt gegen die Mannschaft von der White Hart Lane spielen möchte.

Der WM-Dritte warnt allerdings davor, sich nur auf den Bulgaren zu konzentrieren: "Tottenham ist nicht nur Berbatow, die Mannschaft verfügt über hervorragende Einzelspieler." Für Bayer wäre am Donnerstag in der mit 22 500 Zuschauern ausverkauften Bayarena ein Sieg Gold wert, denn die Spurs führen nach zwei Siegen bei Besiktas Istanbul (2:0) und gegen den FC Brügge (3:1) die Tabelle der Gruppe B klar an. Leverkusen hat erst ein Spiel auf dem Konto und erzielte dabei ein 1:1 in Brügge. "Wir wollen unsere gute Ausgangsposition behalten", meinte Schneider.

© SID

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