Fußball Uefa-Cup
Bayern muss sich gegen Getafe mit 1:1 begnügen

Bayern München ist im Viertelfinal-Hinspiel des Uefa-Cups gegen den FC Getafe nicht über ein 1:1 (1:0) hinausgekommen. Erst in der Schlussminute kamen die Spanier zum Ausgleich.

Bayern München ist für seine schwache Chancenverwertung bitter abgestraft worden und muss unverhofft um den Einzug ins Uefa-Cup-Halbfinale bangen. Der Rekordmeister kam unter den Augen des künftigen Trainers Jürgen Klinsmann am Donnerstag gegen den FC Getafe trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und steht im Rückspiel in einer Woche stark unter Druck. Damit droht dem Spitzenreiter der Bundesliga und DFB-Pokal-Finalisten auch der Traum vom Triple zu platzen.

Weltmeister Luca Toni brachte die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld mit seinem achten Treffer im neunten Uefa-Cup-Spiel für die Münchner in der 26. Minute nach einer Ecke von Bastian Schweinsteiger per Kopf in Führung. Danach wurde eine höhere Führung durch eine mangelhafte Chancenverwertung allerdings verpasst. Dann schlug der Rumäne Cosmin Contra zu, der in der 90. Minute Torwart Oliver Kahn mit einem Lupfer aus kurzer Distanz überwand. Am Sonntag steht das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Bochum im Kampf um den 21. deutschen Meistertitel an.

Die Bayern begannen vor 62 000 Zuschauern mit Lukas Podolski im Sturm neben Toni. Hitzfeld gönnte Nationalmannschaftskollege Miroslav Klose, der zuletzt nicht überzeugen konnte, zunächst eine Pause. Der agile Podolski hatte auch die ersten Großchancen, als er in der 10. und 16. Minute jeweils von der Strafraumgrenze abzog, das Tor aber knapp verfehlte.

Von Beginn an setzten die Bayern den spanischen Tabellen-Zwölften bei Schneeregen unter Druck. Die Mannschaft von Trainer Michael Laudrup, der wie schon mehrfach im Uefa-Cup Ersatztorwart Oscar Ustari das Vertrauen schenkte, hatte große Probleme, dem Druck der Hausherren Stand zu halten.

Auch in der Folgezeit blieben die Bayern dominant, wenngleich sich Getafe etwas befreien konnte. Allerdings waren die Offensivaktionen der Spanier, die bereits ihr 49. Pflichtspiel der Saison absolvierten, harmlos. Ganz anders die der Bayern, die immer wieder in den Strafraum der Gäste eindrangen, häufig jedoch von der Deckung abgeblockt wurden.

Die Bemühungen der Gastgeber wurden dann aber Mitte der ersten Halbzeit belohnt, als der italienische Stürmerstar Toni den Ball zur verdienten Führung in die Maschen (26.) drückte. Fünf Minuten später kam auch Getafe zu seiner ersten nennenswerten Aktion. Den Distanzschuss von Esteban Granero hielt der ansonsten wenig geforderte Torwart und Kapitän Oliver Kahn aber sicher fest. In der 35. Minute hatten die Bayern allerdings Glück, als Philipp Lahm nach einem Kopfball von Mario auf der Linie rettete.

Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Bayern das spielbestimmende Team. Toni hatte nach einem schnellen Gegenangriff in der 60. Minute das zweite Tor auf dem Kopf, scheiterte allerdings an Ustari. Podolski verzog zudem von der Strafraumgrenze in der 65. Minute.

Die Bayern zogen das Tempo Mitte der zweiten Halbzeit wieder etwas an, nachdem sie zwischenzeitlich weniger für die Offensive getan hatten. Allerdings fehlte im Abschluss die nötige Konsequenz. Paradebeispiele dafür waren zwei schöne Konter: Zunächst verstolperte Toni (70.), zwei Minuten später Franck Ribery, nachdem das Mittelfeld jeweils sehenswert überbrückt worden war, der Abschluss aber stets zu zögerlich kam. Die erste Schrecksekunde hatten die Bayern dann, als Getafes Manu in der 84. Minute mit einem Kopfball den Posten traf.

© SID

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