Fußball Uefa-Cup
Erst ein A-Jugendlicher bringt Werder auf Kurs

Der deutsche Vizemeister Werder Bremen hat sich mit viel Kampf und Krampf ins Viertelfinale des Uefa-Pokals gequält. Nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit reichte es erst nach einer Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten zu einem ungefährdeten, aber glanzlosen 2:0 (0:0)-Sieg gegen Celta Vigo. Schon im Hinspiel hatten sich die Hanseaten schwer getan, doch in der galicischen Hafenstadt mit 1:0 die Oberhand behalten.

BREMEN. Dabei bereitete erst die Einwechselung des 18 Jahre alten A-Jugend-Fußballers Kevin Schindler zur Pause den ersatzgeschwächten Norddeutschen den Weg zum Erfolg. Mit seiner zweiten Aktion bereitete Schindler im Achtelfinal-Rückspiel den Führungstreffer durch Hugo Almeida (48. Minute) vor, der bereits beim 1:0-Sieg im Hinspiel das entscheidende Tor erzielt hatte. Das 2:0 durch Clemens Fritz (61.), das der Nationalspieler nach einem energischen Vorstoß mit einem präzisen Flachschuss erzielte, machte den ersten Einzug der Bremer in ein europäisches Viertelfinale seit sieben Jahren perfekt. „Eine Riesensache“, freute sich Schindler nach seinem Profidebüt und fügte hinzu: „Das war ein guter Einstand.“

Lange Zeit hatte es vor 35 278 Zuschauern im Weserstadion, die die Platzherren mit einem Pfeifkonzert in die Halbzeitpause verabschiedet hatten, ganz und gar nicht nach einem solchen Erfolg für den Bundesliga-Zweiten ausgesehen. Beim Versuch, den Vorsprung aus dem Hinspiel zu verwalten, ließ es das Team von Trainer Thomas Schaaf reichlich gemächlich angehen. Gegen die allenfalls mittelmäßigen Gäste fehlten lange Zeit die nötige Entschlossenheit und Konzentration. „Wir haben von der ersten Minute versucht, im Spiel zu sein, aber der Gegner hat es sehr, sehr eng gemacht“, sagte Schaaf. „Wir brauchten Geduld, und die Mannschaft ist ruhig geblieben. Das war ganz wichtig.“

Für Schaaf waren die Personalsorgen noch einmal größer geworden. Neben den Langzeit-Verletzten Frank Baumann, Tim Borowski, Ivan Klasnic musste er auch auf Daniel Jensen (Oberschenkelprellung) sowie erneut auf Miroslav Klose (Rückenprellung) verzichten. „Ich hoffe, dass ich am Sonntag gegen Mainz wieder dabei sein kann“, sagte Klose, der nach der Behandlung in Donaustauf am Donnerstag in Bremen zurückerwartet wird. Almeida und Aaron Hunt bildeten - wie schon im Bundesliga-Gipfel bei Bayern München - den Angriff der Norddeutschen.

Die Platzherren fanden eine Halbzeit lang überhaupt nicht zu ihrem Spiel. Die Fehlerquote bei Pässen und Flanken war erschreckend hoch und die ebenfalls ersatzgeschwächten Gäste hatten wenig Mühe, die Gefahr vom eigenen Tor fernzuhalten. Die Norddeutschen hatten Glück, dass sich der dreimalige spanische Pokalfinalist nach der Hinspielniederlage schon aufgegeben zu haben schien und eigentlich nur darauf bedacht war, mit einem achtbaren Ergebnis in die Heimat zurückzukehren. Allerdings fehlten auch den Galiziern vier Stammkräfte - zudem legt der umstrittene Trainer Fernando Vazquez den Schwerpunkt auf den Ligaverbleib in Spanien. Pfiffe begleiteten die Bremer in die Pause.

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