Fußball Uefa-Cup
HSV scheitert trotz Aufholjagd an Bukarest

Trotz eines 3:1 (2:0)-Erfolges gegen Rapid Bukarest ist der Hamburger SV im Achtelfinale des Uefa-Pokals ausgeschieden. Das Hinspiel in Rumänien hatte der Bundesligist mit 0:2 verloren.

Sie wollten ins Uefa-Cup-Finale nach Eindhoven, sind aber schon im Achtelfinale an Rapid Bukarest gescheitert. Trotz einer großartigen kämpferischen Leistung konnte Bundesligist Hamburger SV das 0:2 aus dem Hinspiel gegen Rapid Bukarest nicht mehr aufholen, der 3:1 (2:0)-Sieg am Mittwochabend war wegen der Auswärts-Tore-Regelung letztendlich zu wenig. Der Uefa-Cup-Finalist von 1982 wurde für sein engagiertes Angriffsspiel dennoch von den 37 866 Zuschauern gefeiert. Benjamin Lauth (24.), Sergej Barbarez (36.) und Rafael van der Vaart (63.) waren für die Hanseaten erfolgreich. Den letztlich entscheidenden Treffer für die Rumänen erzielte Mugurel Buga in der 51. Minute.

"Geduldige Aggressivität" sollte Weiterkommen ermöglichen

Mit "geduldiger Aggressivität" wollte HSV-Trainer Thomas Doll den Rückstand aus dem Hinspiel aufholen. Von Anfang an entwickelte sich so eine heiß umkämpfte und teilweise überhart geführte Partie, in der die Hausherren mit großem Einsatz ab der zehnten Minute ein Übergewicht erkämpften. Die Spieler aus Bukarest versuchten zwar, die Hamburger Angriffsbemühungen früh zu unterbinden, wurden aber immer mehr in die eigene Hälfte zurückgedrängt. Erstmals prüfte Van der Vaart den rumänischen Keeper Danut Coman in der 23. Minute, den Fernschuss des Holländers konnte der Schlussmann aber noch parieren. Eine Minute später war er dann machtlos, als Lauth mit einem sehenswerten Drehschuss aus zwölf Metern rechts unten ins Tor traf.

Das Hamburger Stadion wurde nun trotz der einsetzenden Schneefälle zu einem "Tollhaus". Als Barbarez nach einer erstklassigen Vorarbeit mit der Hacke von Van der Vaart zum 2:0 traf, kannte die Euphorie kaum noch Grenzen. "Jetzt geht´s los" schallte es von den Rängen. Die Freude wurde allerdings etwas dadurch getrübt, dass Van der Vaart von Schiedsrichter Claus Bo Larsen verwarnt wurde, als er sich lautstark über eine vermeintliche Schwalbe seines Gegenspielers Emanoil Badoi beschwerte. Der niederländische Nationalspieler wäre damit im nächsten Match gesperrt gewesen. Sein Gegenspieler hatte dabei Glück, dass er nach einem Schubser ebenfalls nur die Gelbe Karte sah.

HSV beweist Moral

Nach dem Wechsel mussten die Hanseaten allerdings schnell einen schweren Rückschlag einstecken, als Buga zum 1:2 für die Rumänen traf. Den Kopfball des Angreifers konnte Torwart Sascha Kirschstein zunächst noch parieren, den Abpraller staubte Buga aber selbst ab. Doll setzte anschließend alles auf eine Karte und brachte in Naohiro Takahara für Verteidiger Guy Demel einen weiteren Stürmer. Die Norddeutschen berannten unablässig das Tor der Gäste und zeigten dabei große Moral. Auch als ihnen ein Treffer von Daniel van Buyten wegen einer vorangegangenen Behinderung des Schlussmannes durch Barbarez aberkannt wurde, ließen sie in ihren Angriffsbemühungen nicht nach.

Vor der Partie hatten Barbarez, Mittelfeldspieler Stefan Beinlich und Verteidiger Bastian Reinhardt die angebotenen Vertragsverlängerungen abgelehnt. Die Zeichen stehen damit auf Trennung der "Oldies" zum Saisonende. Barbarez zeigte dennoch seine engagierteste und beste Leistung im HSV-Trikot seit Wochen.

© SID

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