Fußball Uefa-Cup
HSV tritt mit Rückenwind in Bukarest an

Nach dem Sieg bei Bayern München will der Hamburger SV heute im Achtelfinal-Hinspiel des Uefa-Cups gegen Rapid Bukarest seine Erfolgsserie fortsetzen. In Rumänien fehlen Coach Thomas Doll allerdings vier Stammspieler.

Die Woche läuft hervorragend für den HSV: Erst Rekordmeister Bayern München bezwungen, dann einen neuen Hauptsponsor präsentiert und nun das beste Resultat auf internationalem Parkett seit 16 Jahren vor Augen. Der Hamburger SV will nun seine Erfolge im Achtelfinal-Hinspiel des Uefa-Cups beim rumänischen Vertreter Rapid Bukarest (16.00 Uhr Mesz/live bei N3) fortsetzen.

"Natürlich lässt sich mit so einem Ergebnis im Rücken alles leichter angehen. Der Sieg bei den Bayern hat uns Auftrieb gegeben, wir werden uns jetzt jedoch nicht zurücklehnen und uns selbst abfeiern", sagt HSV-Trainer Thomas Doll nach dem ersten Hamburger Erfolg in München seit 24 Jahren: "Zumal es Rapid nicht interessieren wird, ob wir gegen die Bayern gewonnen haben."

Bukarest erwies sich im bisherigen Verlauf des Wettbewerbs als Favoritenschreck. So blieben in den K.o.-Runden der niederländische Spitzenklub Feyenoord Rotterdam und Hertha BSC Berlin gegen die Rumänen auf der Strecke. In der Gruppenphase gelang nur dem VfB Stuttgart ein Sieg gegen Rapid, das im Uefa-Cup zu Hause noch kein Gegentor hinnehmen musste.

Doll: "Wir werden topvorbereitet sein"

"Mit den Fans im Rücken ist Bukarest sehr gefährlich. Es wäre enorm wichtig, auswärts zu treffen", meint Doll, der alle Quellen angezapft hat, um sich über den Gegner zu informieren. Auch Berlins Co-Trainer Andreas Thom, mit dem der HSV-Coach einst beim BFC Dynamo gemeinsam die Fußballschuhe geschnürt hatte, musste ihm Rede und Antwort stehen: "Er hat mir eine Menge aufschlussreicher Informationen gegeben. Wir werden topvorbereitet sein."

Neben den rund 18 000 Fans dürfte den Hamburgern auch der Rasen im Stadion Giulesti-Valentin-Stanescu zu schaffen machen. Da die Spielstätte über keine Rasenheizung verfügt, könnten die derzeit vorherrschenden Temperaturen und möglicher Schneefall gerade technisch beschlagene Profis wie HSV-Spielmacher Rafael van der Vaart vor Probleme stellen.

"Wir brennen darauf, ins Endspiel zu kommen"

Doch der Niederländer kontert den Frost heißblütig: "Der Uefa-Cup ist sehr reizvoll. Wir brennen darauf, ins Endspiel zu kommen." Dabei wäre schon der Viertelfinal-Einzug ein großer Erfolg für die Hanseaten, die in Europa zuletzt 1990 unter den letzten Acht eines Wettbewerbs standen. Damals scheiterte man dann allerdings am italienischen Rekordmeister Juventus Turin.

Im Falle eines Weiterkommens würden den Hamburgern jedoch nicht nur zusätzliches Renommee, sondern auch weitere Millioneneinnahmen winken. Mit dem bisher im Uefa-Cup eingespielten Geld konnten in der Winterpause schon der Ex-Bremer und -Schalker Ailton sowie der niederländische Nationalspieler Nigel de Jong verpflichtet werden. Bereits Anfang der Woche präsentierten die Hanseaten einen neuen Hauptsponsor (Emirates), der ab der kommenden Saison drei Jahre lang jeweils fünf Mill. Euro in die Klubkassen spült.

Verzichten muss Doll in Bukarest neben dem nicht spielberechtigten Stürmer Ailton auf die Mittelfeldspieler David Jarolim (Gelb-Rot-Sperre) und Stefan Beinlich (Muskelfaserriss), sowie Linksverteidiger Thimothee Atouba (Heimaturlaub). Dafür kehren die zuletzt in München gesperrten Daniel van Buyten und Raphael Wicky in die Startelf zurück.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%