Fußball WM 2010
DFB-Elf droht in der Vorrunde Duell mit Oranje

Deutschland wird bei der Gruppenauslosung für die Fußball-WM 2010 nach derzeitigem Stand im Topf der besten acht Mannschaften gesetzt sein. Die DFB-Auswahl wird damit Favoriten wie Brasilien, Italien oder Spanien in der Vorrunde in Südafrika aus dem Weg gehen. Dennoch kann es in der Auslosung im schlimmsten Fall ganz „dicke“ kommen.

HB KAPSTADT. Das endgültige Prozedere der Gruppeneinteilung auf vier Lostöpfe zu je acht Mannschaften wird das WM-Organisationskomitee des Weltverbandes Fifa erst zwei Tage vor der Auslosung am 4. Dezember in Kapstadt verkünden. Sicher ist bislang nur, dass Gastgeber Südafrika Kopf der Gruppe A sein wird und damit auch das Eröffnungsspiel am 11. Juni im Soccer City Stadion von Johannesburg bestreitet. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw dürfte als Weltranglisten-Fünfter aufgrund der sicher geglückten Qualifikation und des guten WM-Abschneidens 2006 wie Südafrika, Brasilien, Italien (Titelverteidiger), Argentinien, Spanien (Europameister), England und Frankreich zu den Topgesetzten gehören.

Nach der voraussichtlichen Einteilung wird das DFB-Team definitiv gegen einen europäischen Gegner antreten müssen und könnte damit auch auf die Mitfavoriten Niederlande oder Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo treffen. Auch ein Duell mit der Schweiz oder Griechenland und damit ein Wiedersehen mit den deutschen Trainer-Routiniers Ottmar Hitzfeld und Otto Rehhagel ist möglich. Die verbliebenen acht Teams aus Europa (Niederlande, Portugal, Dänemark, Griechenland, Schweiz, Serbien, Slowenien, Slowakei) werden nämlich in einem Lostopf sein. Damit wird garantiert, dass maximal zwei europäische Teams in einer Gruppe sind.

Die beiden anderen Töpfe bestehen aus den fünf verbliebenen afrikanischen Teilnehmern (Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Nigeria) und entweder den drei Südamerika-Teams (Chile, Paraguay, Uruguay) oder den Mittelamerika-Vertretern (USA, Mexiko, Honduras). Eine dieser Dreier-Kontinental-Gruppen wird im letzten Topf den fünf Teams aus Asien und Ozeanien (Japan, Südkorea, Nordkorea, Australien, Neuseeland) zugeordnet. Außer europäischen Mannschaften sollen keine Teams vom gleichen Kontinent in der Vorrunde gegeneinander spielen.

Schwere Gruppe möglich

Für das DFB-Team bedeutet dieses regionale Setz-System, dass eine recht schwere Gruppe mit den Niederlanden, der Elfenbeinküste und den USA ebenso möglich ist wie eine eher leichte Gruppe mit Slowenien, Algerien und Nordkorea. "Ich habe keine Wunschgegner", sagte Löw. Und ergänzte: "Nach der Auslosung können wir unsere WM-Vorbereitung konkretisieren und vorantreiben", betonte der Bundestrainer.

"Die Vorrunde bei einer WM ist für gewöhnlich leichter zu überstehen als bei einer EM. Ab dem Achtelfinale ist für uns immer alles möglich. Ich glaube, dass Deutschland in Südafrika zum vierten Mal Weltmeister werden kann und wir gute Chancen haben, erstmals seit 1990 wieder den Titel zu gewinnen", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Der DFB-Präsident ist vor allem deshalb so optimistisch, weil "die wesentlichen Leitfiguren der WM 2006 bei der WM im kommenden Jahr im besten Fußballer-Alter" seien: "Ob Kapitän Michael Ballack oder jüngere Spieler wie Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger. Auch eine gute WM-Vorbereitung wird ganz entscheidend sein, um in Südafrika das große Ziel zu erreichen. Deshalb werden wir als Verband alles dafür tun, damit sich die Mannschaft ganz gezielt auf das Turnier vorbereiten kann."

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