Fußball WM
Aragones lässt sich nicht reinreden

Luis Aragones schreckt auch vor unpopulären Entscheidungen nicht zurück. Das bekam jetzt Kapitän Raul zu spüren, dem Spaniens Nationaltrainer klar machte, wer bei der "Seleccion" die Entscheidungen trifft.

Luis Aragones lässt keine Zweifel aufkommen, wer bei Spaniens Nationalmannschaft das Sagen hat. Dies gilt auch für seinen Kapitän Raul, dem der Coach in der Auftaktpartie gegen die Ukraine in Leipzig (15.00 Uhr/live in der ARD und Premiere) zunächst eine Reservistenrolle zugedacht hat. Trotzdem machte der 67-Jährige dem Stürmer von Real Madrid Hoffnung: "Er ist zwar der Kapitän, aber ich treffe hier die Entscheidungen. Raul gehört nicht zur ersten Elf, aber er wird öfter im Team sein als viele denken."

Raul, Rekordtorschütze Spaniens, nahm seine Nichtberücksichtigung nach außen hin erneut gelassen. "Ich akzeptiere die Entscheidung, wichtig ist doch vor allem das Team. Ich habe das Gefühl, dass das meine beste WM wird", meinte der Mann von Real Madrid. Verteidiger Carles Puyol bezeichnete Raul mit einem Grinsen als "sehr guten Reservespieler".

Aragones will den Titel

Als Ziel für die WM gab Aragones "den WM-Titel" aus, obwohl das als oft als Mitfavorit angetretene Land bei zehn von elf WM-Teilnahmen nicht über das Viertelfinale hinausgekommen war. Der Nationaltrainer ist in 22 Spielen in Folge ungeschlagen, die längste Erfolgsserie eines WM-Teams.

Das sein Team im Durchschnitt sehr jung sei, sei kein Nachteil: "Sie müssen lernen, aber sie lernen schnell. Gegen die Ukraine müssen wir gewinnen, ein Unentschieden reicht nicht. Wir wollen hier ganz nach oben." Die von anderen Teams vorgebrachten Beschwerden über die Hitze und den Rasen seien laut Puyol jedenfalls keine Entschuldigung: "Das ist doch für beide Teams gleich."

© SID

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