Fußball WM
Brasilien erwischt "Todesgruppe"

Rekordweltmeister Brasilien hat in der WM-Vorrunde schwere Gegner vor der Brust. Ottmar Hitzfeld hatte mit der Schweiz dagegen Glück, Otto Rehhagel mit Griechenland Pech.

Eine Hammergruppe für den Rekordweltmeister, viel Glück für Ottmar Hitzfeld und schwere Aufgaben für Otto Rehhagel: Die Gruppenauslosung zur WM 2010 in Südafrika hat bei den deutschen Trainern für unterschiedliche Reaktionen und bei Brasilien für sorgenvolle Gesichter gesorgt. Die "Selecao" bekommt es in der Gruppe G bei der ersten WM in Afrika (11. Juni bis 11. Juli 2010) mit den Hochkarätern Elfenbeinküste und Portugal sowie dem krassen Außenseiter Nordkorea zu tun. "Das ist die schwerste Gruppe, die Todesgruppe", urteilte Mittelfeldstar Kaka.

Hitzfeld kann seine WM-Premiere mit der Schweiz dagegen gelassen angehen. Der Meistertrainer von Borussia Dortmund und Bayern München trifft mit den Eidgenossen in Gruppe H zwar auf Europameister Spanien, der auch in Südafrika als Topfavorit gilt, aber auch auf Chile und Underdog Honduras. "Es ist eine machbare Gruppe mit spielstarken Mannschaften, das macht es für uns in der Vorbereitung einfacher", sagte Hitzfeld und ergänzte: "Gegen Spanien ist natürlich ein schwieriger Auftakt. Gegen Chile wird es ein Duell auf Augenhöhe, auch Honduras kann guten Fußball spielen."

Griechen gegen Argentinien, Nigeria und Südkorea

Für "König Otto" hält die erste WM mit Ex-Europameister Griechenland ungleich schwierigere Aufgaben bereit. Der zweimalige Weltmeister Argentinien, der zweimalige Afrikameister Nigeria und Südkorea, 2002 immerhin WM-Vierter, warten in der Gruppe B. Dennoch ist Rehhagel optimistisch: "Argentinien ist in unserer Gruppe Favorit. Gegen die anderen beiden Mannschaften haben wir eine gute Chance. Aber es ist eine schwierige Aufgabe."

Relativ leicht beginnt das Turnier für den fünfmaligen Weltmeister Brasilien am 15. Juni in Johannesburg gegen Nordkorea. "Das ist das große Fragezeichen", sagte Dunga. Danach wird es für das Team von Trainer Dunga ernst. Am 20. Juni in Johannesburg ist die Elfenbeinküste, mit Stars wie Didier Drogba (FC Chelsea) und Yaya Toure (FC Barcelona) die wohl stärkste afrikanische Mannschaft und für viele Experten ein Geheimfavorit, der zweite Gegner. Zum Vorrundenende kommt es am 25. Juni in Durban zum brisanten Duell mit der einstigen Kolonialmacht Portugal. Schon 1966 trafen beide Teams in der WM-Vorrunde aufeinander, damals schickten die Portugiesen um Superstar Eusebio die Brasilianer mit einem 3:1 nach Hause. "Gegen die Portugiesen mit ihrem Stil ist es so, als spiele Brasilien gegen Brasilien", sagte Dunga. "Ich bin nicht gerade glücklich über das Los", erklärte Portugals Weltfußballer Cristiano Ronaldo: "Brasilien und die Elfenbeinküste sind sehr starke Gegner."

Brasilien gegen Portugal in Durban

Zum Vorrundenende kommt es am 25. Juni in Durban zum brisanten Duell mit der einstigen Kolonialmacht Portugal. Schon 1966 trafen beide Teams in der WM-Vorrunde aufeinander, damals schickten die Portugiesen um Superstar Eusebio die Brasilianer mit einem 3:1 nach Hause. "Ich bin nicht gerade glücklich über das Los", sagte Portugals Weltfußballer Cristiano Ronaldo: "Brasilien und die Elfenbeinküste sind sehr starke Gegner."

Relativ leichte Aufgaben erwischten Weltmeister Italien und Vize Frankreich. Die "Squadra Azzurra" dürfte in der Gruppe F mit Paraguay, Neuseeland und WM-Neuling Slowakei keine größeren Probleme haben. Trainer Marcello Lippi warnte jedoch: "Je mehr du dich mit vermeintlich leichten Teams beschäftigt, je schneller merkst du, wie schwer sie zu spielen sind."

Frankreich mit lösbaren Aufgaben

Auch Frankreich hat mit Gastgeber Südafrika, Mexiko und Uruguay lösbare Aufgaben. "Es ist eine ausgeglichene Gruppe, wir spielen gegen die Gastgeber, und das ist nie eine einfache Aufgabe", sagte Trainer Raymond Domenech. Ex-Weltmeister England, möglicher deutscher Gegner im Achtelfinale, bekommt es in der Gruppe C mit den USA, Algerien und Slowenien zu tun. "Wir spielen in einer der ausgeglichensten Gruppen", meinte Trainer Fabio Capello. Die Niederlande treffen in Gruppe E auf Dänemark, Japan und Kamerun.

© SID

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