Fußball WM
DFB-Frauen mit lösbaren Aufgaben in WM-Vorrunde

Die Auslosung der Vorrundengruppen bei der WM 2007 in China hat der deutschen Frauen-Nationalmannschaft schlagbare Gegner beschert. Deutschland trifft auf Argentinien, England und Japan.

Auf Deutschlands Fußballerinnen warten auf dem Weg zur Titelverteidigung bei der WM in China (10. bis 30. September 2007) lösbare Aufgaben. Das Team von DFB-Trainerin Silvia Neid trifft in der Vorrundengruppe A auf Argentinien, England und Japan. Das ergab die von Jim Brown, dem Fifa-Direkor Wettbewerbe, durchgeführte Auslosung am Sonntag in Wuhan/China. Die jeweils ersten Beiden der vier Vierergruppen erreichen das Viertelfinale (22./23. September). Das Endspiel der 5. Weltmeisterschaft findet am 30. September in Schanghai statt.

Die deutsche Mannschaft, die sich die WM-Teilnahme souverän mit acht Siegen in den acht Qualifikationsspielen gesichert hatte, bestreitet am 10. September im Hongkou Stadion von Schanghai das WM-Eröffnungsspiel gegen den Weltranglisten-32. Argentinien. Vier Tage später steht an gleicher Stelle das Duell mit dem Ranglisten-Zwölften England (beide 14.00 Uhr/Mesz) an. Zum Abschluss der Gruppenphase ist dann am 18. September in Hangzhou der Weltranglisten-Neunte Japan (11.00 Mesz) der Gegner.

Rottenberg: "Mit dieser Gruppe lässt sich was anfangen"

Damit hat das Team von DFB-Trainerin Silvia Neid eine günstige Ausgangslage für seinen zweiten Gold-Coup bei einer WM nach 2003 erwischt. "Mit dieser Gruppe lässt sich etwas anfangen. Die Gegner sind nicht einfach. Es sind aber Mannschaften, um sich gut ins Turnier reinzuspielen", meinte Nationaltorhüterin Silke Rottenberg. Ihre Frankfurter Vereinskollegin Renate Lingor warnte insbesondere vor dem Auftakt gegen Argentinien. "Das ist unangenehm. Die werden sich sicher im Vergleich zur letzten WM verbessert haben." Bei den Titelkämpfen 2003 in den USA hatte die deutsche Mannschaft die Südamerikanerinnen in der Vorrunde klar mit 6:1 besiegt.

Frühstens im Viertelfinale kann Europameister Deutschland auf den zweimaligen Weltmeister USA oder die spielstarken Nordkoreanerinnen treffen. Erst im Halbfinale wäre ein Duell mit Gastgeber China oder dem Olympia-Zweiten Brasilien möglich

Erstmals in der WM-Geschichte des Frauenfußballs wird den Teilnehmern ein Preisgeld in Höhe von umgerechnet insgesamt etwa 4,8 Mill. Euro ausgezahlt. Der Sieger erhält dabei knapp 800 000 Euro. Neben Deutschland als Titelverteidiger, der 2003 durch einen 2:1-Finalsieg nach Golden Goal gegen Schweden in Carson/USA die WM-Krone gewonnen hatte, waren der Weltranglisten-Erste USA sowie Gastgeber China und Norwegen als Gruppenköpfe gesetzt. Zudem war Nordkorea im Vorfeld der Auslosung im Wissenschafts- und Technikpalast von Guanggu in Wuhan der Gruppe B zugeordnet worden. Die deutschen Farben bei der Zeremonie mit rund 800 Gästen vertraten DFB-Frauenfußball-Abteilungsleiterin Heike Ullrich sowie Teammanagerin Simone Küster.

Tina Theune-Mayer glaubt an WM-Chancen der Deutschen

Als Mutmacherin beim Unternehmen WM-Gold fungiert die frühere "Bundestrainerin" Tina Theune-Meyer, die die deutsche Mannschaft vor vier Jahren in den USA zum ersten WM-Titel geführt hatte. "Das ist auch diesmal wieder möglich", betonte "TTM": "Jeder sagt zwar, die Deutschen haben keine Chance. Aber ich glaube, sie haben ein gutes Team und werden gut vorbereitet sein."

Eine deutsche Nationalspielerin sorgte an der WM-Spielstätte Wuhan dann auch schon einmal für Aufsehen: Im Trikot der von Theune-Meyer gecoachten Weltauswahl erzielte Conny Pohlers den Führungstreffer für die Allstars gegen China. Vor 31 000 Zuschauern setzte sich der WM-Gastgeber letztlich aber mit 3:2 (2:2) durch. "Für mich war das noch einmal ein Knaller in meiner Karriere, die ja eigentlich schon vorbei ist. Es kam überraschend für mich, dass so ein Spiel ausgetragen wird und ich dort dabei war", schwärmte Theune-Meyer.

© SID

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