Fußball WM
Die Stimmen zur Partie Deutschland - Schweden

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich durch ihren 2:0-Erfolg gegen Schweden für das WM-Viertelfinale qualifiziert. Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Stimmen zum Spiel zusammengestellt.

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich durch einen 2:0-Erfolg über Schweden für das WM-Viertelfinale qualifiziert. Die Schweden hingegen müssen den Heimweg antreten. Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Stimmen zum Spiel zusammengestellt.

Trainer Jürgen Klinsmann (Deutschland): "Es konnte heute nicht besser laufen für uns. Wir sind begeistert von der Mannschaft, wie sie sich reingespielt und top funktioniert hat. Wir waren sehr gut vorbereitet auf das Spiel und hatten großen Respekt vor dem schwedischen Sturmtrio. Die zwei frühen Tore und der Platzverweis haben uns sicherlich geholfen, aber Schweden hat sich gut verkauft. Der Gegner im Viertelfinale, ob Mexiko oder Argentinien, ist uns egal, beides sind starke Teams, gegen die wir beim Konföderationen-Cup im vergangenen Jahr schon gespielt haben."

Trainer Lars Lagerbäck (Schweden): "Wir haben den Deutschen zwei leichte Tore geschenkt. Nach dem Platzverweis mussten wir mit zehn Mann gegen sie spielen, das ist immer sehr schwierig. Über den Schiedsrichter will ich nicht so viel sagen, aber er hat in einigen Situationen keine glückliche Entscheidung gefällt."

Lukas Podolski: "Die zwei frühen Tore haben uns Selbstvertrauen gegeben. Der Sieg war völlig verdient. Seit wir in Sardinien die Vorbereitung begonnen haben, sind wir als Team gewachsen. Die Stimmung steigt, das merkt man in der Mannschaft. Ich habe meinen Teil zum Sieg beigetragen, aber dafür bin ich als Stürmer auch da. Alles ist möglich. Das war heute der erste Schritt, es sind aber noch drei zu machen."

Miroslav Klose: "Wir sind das Spiel konzentriert angegangen, hatten Respekt, aber keine Angst, denn wir spielen zu Hause. Wir wussten, wenn wir unser Spiel durchziehen, wird es Schweden schwer haben. Lukas Podolski hatte es am Anfang schwer, aber nach seinem Tor in Berlin wusste ich, dass die WM für ihn jetzt los geht."

Michael Ballack: "Wir haben sensationell gespielt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Es war wichtig, dass wir von Anfang an schnell ins Turnier gefunden haben und die tollen Fans uns angetrieben haben. Ich habe für das Viertelfinale keinen Wunschgegner. Argentinien ist im Moment der Favorit auf den Turniersieg, aber in unserer Verfassung brauchen wir uns vor keinem Gegner zu verstecken."

Christoph Metzelder: "Wir mussten 90 Minuten konzentriert spielen. Wir haben in der Abwehr schon mehr zu tun bekommen. An dem Beispiel von Larsson und Ibrahimovic sieht man, dass wir es jetzt mit größeren Kalibern zu tun bekommen. Aber ab jetzt sind Überraschungen möglich."

Arne Friedrich: "Der Beginn des Spiels war für uns optimal. Der Gegner musste dann kommen. Mit der Gelb-Roten Karte waren wir endgültig im Vorteil. Ich war mit meiner Leistung in der Defensive sehr zufrieden. Die Aufgabe war, die rechte Seite zuzumachen. Das hab ich erfüllt. Ich muss der gesamten Mannschaft ein Lob aussprechen. Wir stehen zur Zeit unheimlich stabil in der Defensive und offensiv sind wir immer in der Lage, ein, zwei Tore zu erzielen. Ich persönlich bevorzuge Mexiko, weil ich glaube, dass sie uns besser liegen. Argentinien halte ich für den stärkeren Gegner. Ich habe Miro gleich nach dem Spiel zu seiner hervorragenden Leistung gratuliert. Er spielt sich im Moment in einen Rausch, besser kann ein Stürmer nicht spielen."

Torsten Frings: "Wir haben schnell 2:0 geführt und Schweden nie richtig ins Spiel kommen lassen. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung, weil Schweden ein harter Brocken war und wir trotzdem kaum Probleme mit ihnen hatten. Das macht mich schon ein bisschen stolz. Wir haben vor keinem Team Angst, aber wir werden jetzt wohl auf Argentinien treffen, und die sind Topfavorit auf den Titel. Allerdings ist es vielleicht ein Vorteil, zum ersten Mal während dieses Turniers nicht als Favorit auf den Platz zu gehen."

Franz Beckenbauer: "Ich habe selten eine so starke deutsche Mannschaft gesehen, vor allem in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit hatte man einen Mann mehr, da schlich sich hier und da ein Leichtsinnsfehler ein. Aber unter dem Strich hat die Mannschaft eine hervorragende Leistung geliefert und ist verdient weiter gekommen."

Berti Vogts (ehemaliger Bundestrainer): "Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Mannschaft ihren Weg gehen wird. Sie wird getragen von 80 Mill. Fans in diesem Land. Ihr ist alles zuzutrauen."

Bundespräsident Horst Köhler: "Das war das beste Spiel im Verlauf des Turniers. Der Weg nach Berlin scheint möglich. Jetzt freuen wir uns auf Argentinien oder Mexiko."

Wolfgang Schäuble (Bundesinnenminister): "Wir haben eine erste Halbzeit von der deutschen Mannschaft gesehen wie selten zuvor. Das war eine wunderbare Leistung. Deswegen freuen wir uns jetzt auf das Viertelfinale."

Angela Merkel (Bundeskanzlerin): "Diese Mannschaft wird noch mehr schaffen. Wenn man die Fans singen hört: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin", dann ist das schön. Wir fahren nach Berlin, aber anschließend auch noch nach Dortmund."

Oliver Kahn: "Dass wir weiterkommen, wusste ich. So wie wir momentan auftreten, mit dieser Motivation, dieser Sicherheit, die wir gewonnen haben. Man merkt den Spielern ihr Selbstvertrauen an. Dass wir so schnell 2:0 vorne sind, konnte man natürlich nicht erwarten. Natürlich ist die Situation manchmal schwierig für mich, aber ich bin in erster Linie deutscher Fußballer und freue mich heute besonders für den Lukas."

© SID

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