Fußball WM
Die WM-Splitter am 17. Juni

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom 17. Juni zusammengestellt. Mit dabei ist ein Heiratsantrag eines ausländischen Besuchers auf Englisch: "Klinsi, marry me."

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die WM-Splitter vom 17. Juni zusammengestellt.

Antrag: Spätestens nach dem 1:0 gegen Polen ist Bundestrainer Jürgen Klinsmann bei den Fans über jeden Zweifel erhaben. Bisweilen nimmt die Verehrung jedoch etwas bizarre Züge an. Beim Spiel Portugals gegen Iran in Frankfurt/Main machte ein ausländischer Zuschauer Klinsmann per Plakat einen Heiratsantrag in Englisch: "Klinsi, marry me." Zu denken geben sollte dem Bundestrainer allerdings die Unterschrift - Franz!

AU Backe: Während Australiens Coach Guus Hiddink trotz einer intensiven WM-Vorbereitung auf einen unversehrten Kader blicken kann, verlief die Phase vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Brasilien für Co-Trainer Johan Neeskens alles andere als störungsfrei. Wegen eines entzündeten Backenzahns musste der ehemalige Nationalspieler der Niederlande, der für seine Schusskraft berühmt war, in der Nacht von Freitag auf Samstag das Klinikum rechts der Isar in München aufsuchen. Nach einer Behandlung kehrte der Elfmeterschütze des Führungstreffers aus dem WM-Finale 1974 gegen Deutschland wieder ins Mannschaftshotel zurück. Damals verlor "Oranje" im Olympiastadion 1:2 durch Tore von Paul Breitner (Foulelfmeter) und Gerd Müller. München scheint kein gutes Pflaster für Neeskens zu sein.

Langfinger: Zwei deutsche Journalisten haben bei der Fußball-WM den Besuch der Partie England gegen Trinidad und Tobago am Mittwoch in Nürnberg (2:0) teuer bezahlt. In der Mixed-Zone wurden den beiden Reportern die nebeneinander platzierten Taschen geklaut. Allerdings hatten es die Diebe offenbar nur auf Laptops, Kabel und eine hochwertige Digitalkamera abgesehen. Reisepässe und Sonnenbrillen, die ebenfalls in den Taschen waren, legten die Diebe in einem Schuhkarton auf einem Rastplatz in der Nähe von Schwäbisch-Hall ab.

Delikatesse: Mit einer echten Spezialität hat ein spanischer TV-Entertainer Mittelfeldspieler Xavi vom FC Barcelona überrascht. Bei einer Pressekonferenz im WM-Quartier in Kaiserau überreichte Andreu Buenafuente, das spanische Pendant zu Stefan Raab, dem 26-Jährigen einen "Pata negra"-Schinken. Der gilt in Spanien als absolute Delikatesse und kann schon mal mehrere hundert Euro kosten.

Super-Daddy: David Beckham ist Englands neuer Super-Daddy. Der Kapitän der "Three Lions" bekam am Samstag für seinen offenbar ernsthaften und christlich orientierten Umgang mit seiner Vaterrolle Lob von Englands wichtigstem Kirchenvertreter. Rowan Willliams, der Erzbischof von Canterbury, sieht in Beckham ein Vorbild für alle jungen Väter dieser Welt. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler hat mit seiner Ehefrau Victoria drei Söhne. Allerdings sind Brooklyn (7), Romeo (3) und Cruz (1) noch nicht getauft. "Wir haben uns noch nicht für eine bestimmte Religion entschieden", meinte "Becks".

Pause: Einen Blechschaden verursachte das Polizeipferd "Zar" nach der Vorrundenbegegnung zwischen Mexiko und Angola (0:0) am Freitag in Hannover. Das Dienstross ließ sich bei einer Verschnaufpause ausgerechnet auf einem parkenden Auto nieder. Der linke Kotflügel und die Motorhaube wurden eingedrückt, den Schaden in Höhe von rund 750 Euro muss die Polizeiverwaltung begleichen.

Flaute: Der erhoffte Boom der Tourismusbranche während der WM ist bislang ausgeblieben. "Manche Blütenträume haben sich nicht erfüllt", sagt Reiner Laubig vom Tourismusverband Baden-Württemberg. Selbst an den Stuttgarter WM-Spieltagen gebe es noch ausreichend Hotelzimmer in "Deutschlands schönster Fankurve", wie sich der Südwesten selber gerne nennt. "Leider nicht mehr Urlauber, dafür aber jede Menge Fernsehteams, die im Schwarzwald filmen", sagt Heike Budig vom Tourismusverband Schwarzwald. Auch das lässt ja auf mehr Besucher in den kommenden Jahren hoffen.

Sonderschichten: Einen wahren Boom erleben in diesen Tagen die Hersteller von Fahnen aller Art. Nicht nur Schwarz-Rot-Gold ist derzeit heiß begehrt, auch die Farben von Kroatien, Brasilien oder Italien stehen beim Stuttgarter Hersteller Dommer hoch im Kurs. Rund 100 000 Flaggen hat einer der ältesten deutschen Fahnen-Hersteller für die WM produziert. "17 Näherinnen sind in mehreren Schichten im Einsatz", sagt Geschäftsführer Manfred Kronenberg, der unter anderem alle Flaggen der 32 bei der WM vertretenen Nationen im Angebot hat. Lieferschwierigkeiten gab es bislang keine.

Andrang: Das erste öffentliche Training der spanischen Nationalelf nach dem überzeugenden 4:0-Auftaktsieg gegen die Ukraine am Mittwoch lockte am Freitagabend in Kaiserau wieder deutlich mehr Fans an als die Übungseinheiten zuvor. Rund 1 000 Besucher verfolgten die Aktionen der Iberer. Auch für die örtlichen Abschleppunternehmer gab es Arbeit. Einige Autos standen im Halteverbot und wurden abgeschleppt.

GEZ: Tooooor! Auf den euphorischen Jubelschrei bei einem Treffer der Lieblingsmannschaft sollten Schwarzseher während der WM lieber verzichten. Denn die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) schiebt in diesen Tagen Sonderschichten. "Wir setzen während der Weltmeisterschaft verstärkt Rundfunkgebühren-Beauftragte in Berlin ein", bestätigte Gerald Schermuck, Leiter der Abteilung Rundfunkgebühren des Rundfunks Berlin-Brandenburg, dem Berliner Kurier.

Marcelinho: Der Brasilianer Marcelinho vom Bundesligisten Hertha BSC Berlin spielt doch bei der WM - allerdings nur mit der Band "Para Frente Brasil". Der von "Selecao"-Coach Carlos Alberto Parreira für die Endrunde nicht berücksichtigte Mittelfeldspieler tritt drei Tage vor dem WM-Finale in Berlin (9. Juli) mit der Musikgruppe in einem Kreuzberger Lokal auf und will die Fußball-Fans mit heißen Samba-Rhythmen auf das Endspiel einstimmen - auch wenn Brasilien schon vorher ausgeschieden sein sollte. Reizklima: Beim Abschlusstraining der kroatischen Nationalmannschaft ging es hoch her. Zwar trainierte die Kranjcar-Truppe im Nürnberger Stadion nur eine halbe Stunde, die reichte Ivan Klasnic aber, um mit einem seiner Mannschaftskollegen aneinender zu geraten. Es flogen ein paar deftige Wort, zu Handgreiflichkeiten kam jedoch nicht.

Querolant: Japans National-Coach Zico nimmt es mit der Rasenqualität offenbar ganz genau. Nachdem er sich vor dem ersten Spiel seiner Mannschaft in Kaiserslautern darüber beklagt hatte, dass das Gras zu lang sei, fand er auch in Nürnberg Grund zur Beanstandung. "Der Rasen ist rutschig", lautete das Urteil des ehemaligen Weltklasse-Fußballers.

© SID

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