Fußball WM
Frankreich mit einem Bundesliga-Profi zur WM

Die französische Nationalmannschaft baut im Kampf um den WM-Titel auch auf die Dienste von Willy Sagnol. Der Abwehrspieler ist der einzige Bundesliga-Profi im Aufgebot von Nationaltrainer Raymond Domenech.

Mit dem früheren Welt- und Europameister Fabien Barthez am Stammtorhüter wird Frankreich die Fußball-WM in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) bestreiten. Nationaltrainer Raymond Domenech benannte am Sonntag seinen 23-köpfigen Kader für die Endrunde und gab gleichzeitig bekannt, dass der 34 Jahre alte Barthez das Tor der Equipe Tricolore hüten wird. Damit entschied sich Domenech in der offenen Torwartfrage im Gegensatz zu Bundestrainer Jürgen Klinsmann für den Platzhalter und gegen Herausforderer Gregory Coupet, obwohl der Schlussmann von Olympique Lyon in der abgelaufenen Saison wesentlich stärkere Leistungen geboten hatte.

Als einziger Bundesliga-Profi steht Abwehrspieler Willy Sagnol vom deutschen Double-Sieger Bayern München im Aufgebot des Weltmeisters von 1998. Sein Klubkollege Bixente Lizarazu war nach der EM 2004 zurückgetreten, Bayerns Abwehrspieler Valerien Ismael und der Bremer Spielmacher Johan Micoud hatten bei Domenech trotz heftigen Werbens nie Berücksichtigung gefunden.

"Das ist keine große Überraschung, denn ich habe mich nicht auf der Liste des Trainers befunden. Es gab keinen Kontakt zu ihm. Ich habe meine Arbeit mit meinem Klub erledigt und mein Bestes gegeben", sagte Micoud dem Radiosender RMC Infos.

Ohne Giuly - mit Chimbonda

Superstar Zinedine Zidane hat nach der WM bereits seinen Rücktritt angekündigt und hofft auf einen würdigen Abschied. Die größten Überraschungen im Kader sind das Fehlen von Mittelfeldspieler Ludovic Giuly vom FC Barcelona sowie die Nominierung von Pascal Chimbonda. Der Abwehrspieler vom englischen Premier-League-Klub Wigan Athletics war zuvor noch nie nominiert worden.

Im Sturm zog Domenech Franck Ribery nach dessen starker Saison bei Olympique Marseille dem Rückkehrer und "Problemfall" Nicolas Anelka (Fenerbahce Istanbul) vor. Robert Pires vom Champions-League-Finalisten FC Arsenal war vom Nationalcoach nach einem Streit schon seit längerem nicht mehr berücksichtigt worden.

"Ich hatte einige schlaflose Nächte. Aber ich glaube, dass dies das Team ist, mit dem wir in Deutschland weit kommen könnte", sagte Domenech. In der Vorrunde treffen die Franzosen auf die Schweiz, Südkorea und Neuling Togo.

Das 23-köpfige Aufgebot Frankreich für die WM in Deutschland:

Tor: Fabien Barthez (Olympique Marseille), Gregory Coupet (Olympique Lyon), Mickael Landreau (FC Nantes)

Abwehr: Eric Abidal (Olympique Lyon), Jean-Alain Boumsong (Newcastle United/England), Pascal Chimbonda (Wigan Athletics/England), William Gallas (FC Chelsea/England), Gael Givet (AS Monaco), Willy Sagnol (Bayern München), Mikael Silvestre (Manchester United/England), Lilian Thuram (Juventus Turin/Italien)

Mittelfeld: Vikash Dhorasoo (Paris Saint Germain), Alou Diarra (RC Lens), Claude Makelele (FC Chelsea/England), Florent Malouda (Olympique Lyon), Patrick Vieira (Juventus Turin/Italien), Zinedine Zidane (Real Madrid/Spanien)

Sturm: Djibril Cisse (FC Liverpool/England), Thierry Henry (FC Arsenal/England), Franck Ribery (Olympique Marseille), Louis Saha (Manchester United/England), David Trezeguet (Juventus Turin/Italien), Sylvain Wiltord (Olympique Lyon)

© SID

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