Fußball WM
Mourinho: "Ich bewundere Klinsmann"

Jose Mourinho hat sich als großer Bewunderer des deutschen Fußballs im Allgemeinen und Jürgen Klinsmanns im Speziellen zu erkennen gegeben. "Er ist offen, kommunikativ", lobt der Coach des FC Chelsea den Bundestrainer.

Jose Mourinho hält nicht viel von der zuletzt lauter gewordenen Kritik an Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Ganz im Gegenteil: "Ich kann nur Gutes über ihn sagen. Ich habe Spieler aus zwölf verschiedenen Nationen im Team und muss mit allen Nationaltrainern im Kontakt stehen. Die beste Beziehung habe ich zu Klinsmann", sagte der Trainer des englischen Meisters FC Chelsea in einem Interview mit der Bild-Zeitung. "Er ist offen, kommunikativ."

Bei dem Klub des russischen Öl-Milliardärs Roman Abramowitsch steht der deutsche Nationalverteidiger Robert Huth unter Vertrag, kommt in der Abwehr der Londoner jedoch meist nur als Ergänzungsspieler zum Einsatz. Wegen des 21-Jährigen stehen Klinsmann und Mourinho in Kontakt.

Lob für Klinsmanns "Courage"

Dass der Bundestrainer trotz der teils scharfen Kritik nicht von seinem eingeschlagenen Kurs abweiche, vor allem junge Spieler einzusetzen, bewertete Mourinho ebenfalls positiv. "Ich bewundere ihn für seine Courage. Er hat einen starken Charakter. Er glaubt an Nachwuchsspieler. Und er ändert seine Ideen nicht, nur weil er mal ein Spiel verliert", sagte der 43-Jährige. Am 1. März unterlag die deutsche Elf in Florenz im Länderspiel gegen Italien 1:4. "Niederlagen machen das junge Team stark für die WM", glaubt Mourinho.

Nicht auf einer Linie mit Klinsmann ist Mourinho allerdings bei der Frage, was er von Psychologen im Trainerstab hält - zumindest in Bezug auf Chelsea. "Psychologen im Trainerstab? Nein danke. So was braucht meine Mannschaft nicht. Der Einzige, der bei uns einen aufsuchen dürfte, bin ich selbst", sagte der Coach.

"Ich mag die deutsche Liga"

Über den deutschen Fußball verliert der Portugiese ebenfalls positive Worte. "Ich mag die deutsche Liga. Ihr habt eine ganz andere Fußball-Kultur. Mit hervorragenden Charakter-Spielern. Das ist nicht nur Ballack", sagte Mourinho, der den Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zu Chelsea lotsen will.

Zudem erklärte der Coach: "Deutschland wäre auf jeden Fall eine große Herausforderung für mich." Er könne sich beispielsweise vorstellen, Bayern München zu trainieren. Fest steht für den Welt-Trainer von 2005, dass er "definitiv eines Tages Portugal trainieren" werde.

© SID

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