Fußball WM
Verbeek beerbt Adcocaat auf Südkoreas Bank

Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Deutschland hat der südkoreanische Verband reagiert und einen neuen Cheftrainer ins Amt gehoben. Der bisherige Assistent Pim Verbeek ist neuer Coach und beerbt Dick Advocaat.

Die Reihe der niederländischen Trainer bei Südkorea wird immer länger. Nach dem Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft in Deutschland hat der Verband der Asiaten den bisherigen Assistenten Pim Verbeek als neuen Chefcoach ernannt. Der Niederländer beerbt seinen Landsmann Dick Advocaat, der nach dem Vorrunden-Aus bei der WM Bedingungen für seinen Verbleib gestellt hatte, die offenbar nicht erfüllt wurden. Am Montag unterschrieb Advocaat einen Zwei-Jahres-Vertrag beim russischen Erstligisten Zenit St. Petersburg.

"Er genießt bei den Spielern Vertrauen"

"Entscheidend für die Verpflichtung von Verbeek als Cheftrainer war die Tatsache, dass er schon 2002 bei der WM-Endrunde das Team als Assistent betreut hat. Er kennt unsere Mannschaft und genießt bei den Spielern Vertrauen", sagte Verbandssprecher Lee Yong-Moo auf einer Pressekonferenz in Seoul.

Der 50-jährige Verbeek erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag beim WM-Halbfinalisten von 2002, der im Erfolgsfalle bis zur kommenden Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika verlängert werden soll. Vor vier Jahren bei der Heim-WM hatte Guus Hiddink als Trainer-"Magier" den guten Ruf von holländischen Fußball-Lehrern in Südkorea begründet.

Viele Angebote für Verbeek

Advocaat konnte indes die hohen Erwartungen der Südkoreaner bei der Endrunde in Deutschland nicht erfüllen. Nach dem Sieg gegen WM-Neuling Togo (2:1) gab es gegen Ex-Weltmeister Frankreich ein Remis (1:1). Das Aus bedeutete die 0:2-Niederlage zum Vorrunden-Abschluss gegen die Schweiz. "Pim Verbeek hatte viele Angebote vorliegen, um als Nationalcoach oder Vereinstrainer zu arbeiten. Aber er hat sich für Südkorea entschieden, um hier seine Arbeit fortzusetzen", sagte Lee.

Verbeek ist ein erfahrener Coach, der auf eine 25-jährige Karriere zurückblicken kann. Er war Ex-Spieler von Sparta Rotterdam (1974 bis 1980) und betreute bislang unter anderem die Niederländischen Antillen und Kyoto Purple Sanga in Japan.

Advocaat hatte nach dem letzten WM-Spiel mit den Asiaten eine Stärkung der nationalen südkoreanischen Liga gefordert. "Sieben meiner jungen Spieler kommen aus dieser Spielklasse und werden dort nicht ausreichend auf ihre internationalen Aufgaben vorbereitet. Es reicht, um sich als Vertreter Asiens für die WM zu qualifizieren, doch dann wird die Luft sehr dünn", bilanzierte der ehemalige niederländische Bondscoach.

Advocaat unbeliebter als Hiddink

In Deutschland hingegen überstanden die Südkoreaner zum sechsten Mal bei einer WM-Endrunde die Vorrunde nicht. An die Popularität seines Landsmanns Guus Hiddink war Advocaat ohnehin nicht herankommen. Schnell deutete sich an, dass der Verband nicht daran denke würde, mit dem ehemaligen Borussen-Coach weiterzumachen.

© SID

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