Fußball WM
Vertrauen in die DFB-Elf auf dem Höhepunkt

Das Vertrauen in die deutsche Nationalelf ist so groß wie noch nie. Jeder vierte Befragte der Umfrage im Auftrag des Sport-Informations-Dienstes (sid) glaubt an einen Auftaktsieg gegen Costa Rica.

Die deutsche Nationalelf genießt so viel Vertrauen der deutschen Bevölkerung wie noch nie. In einer repräsentativen Umfrage des Dotmunder Marktforschungsinstituts promit, kurz vor der WM im eigenen Land, glaubten 17,9 Prozent der Befragten - so viele wie nie in den zuvor neun Umfragen seit Dezember 2005 - an den Titelgewinn der Mannschaft von Jürgen Klinsmann. Die Umfrage wurde vom Sport-Informations-Dienst (sid) in Auftrag gegeben.

Der Bundestrainer erreichte unterdessen sein zweitbestes Umfrage-Ergebnis: 54,2 Prozent bewerteten seine Arbeit mit sehr gut oder gut, nur bei der ersten Befragung am Tag vor der Gruppen-Auslosung hatten mit 56,8 Prozent mehr Fans Vertrauen in Klinsmann. Gestiegen ist letztlich auch das Zutrauen in alle Mannschaftsteile. Die Abwehr verbesserte sich von 23,0 auf 26,9 Prozent, das Mittelfeld - allerdings vor dem sicheren Ausfall von Michael Ballack für das Eröffnungsspiel - von 52,5 auf 64,6 und der Sturm von 54,1 auf 63,8 Prozent. 28,5 und damit fast zehn Prozent mehr als vor einer Woche halten alle drei Mannschaftsteile für WM-tauglich.

Konsequenterweise glauben rund vier von fünf Befragten (79,0 Prozent) an einen Sieg am Freitag gegen Costa Rica. 14,0 Prozent vermuten ein Unentschieden, nur 5,2 Prozent befürchten ein böses Erwachen und eine Niederlage. Auch das Interesse an der WM erreichte mit 39,4 Prozent "sehr interessierten" Bürgern ein Rekordhoch.

Brasilien weiter klarer Titelfavorit

Der Favorit auf den Titelgewinn ist für die Befragten mit weitem Abstand immer noch Rekord-Weltmeister Brasilien (52,7). Deutschland festigte mit seinen 17,9 Prozent aber Rang zwei vor seinem möglichem Achtelfinal-Gegner England (4,3 statt 3,2), der Italien (4,1 statt 4,7) auf Platz vier verdrängte. Neu in der Liste ist auf Rang sieben Spanien (1,3 statt 0,2). Das Zutrauen in die deutsche Mannschaft lässt sich nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite dokumentieren. So rechnen nur 3,1 Prozent und damit genau halb so viel wie beim letzten Mal mit einem Ausscheiden in der Vorrunde, nur noch 15,3 statt 21,4 Prozent mit einem Scheitern im Achtelfinale. Die wahrscheinlichste Variante bleibt für die deutschen Bürger jedoch das Ausscheiden im Viertelfinale (30,9).

Jürgen Klinsmanns Arbeit wurde nur noch von verschwindend geringen 0,1 Prozent der Befragten als "ungenügend" eingestuft. Eine Woche zuvor waren es noch 2,3 Prozent. Auch der Wert im Bereich "mangelhaft" verringerte sich von 3,1 auf 2,0 Prozent.

Alle Mannschaftsteile für untauglich halten nur noch 4,6 Prozent, was rund ein Drittel des Wertes vom 1. Juni bedeutet (13,4). Auch das Misstrauen in die einzelnen Mannschaftsteile ist gesunken, bei der oft kritisierten Abwehr immerhin von 55,1 auf 40,7 Prozent.

© SID

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