Gelbe Karten wegen Zeitspiel
Beckenbauer hält Schiri-Urteile für „Blödsinn"

Der Chef des Organisationskomitees, Franz Beckenbauer, hat die Schiedsrichter-Leistungen bei der Weltmeisterschaft kritisiert. Die Unparteiischen würden zu „leichtfertig" gelbe Karten verteilen.

Bisher hatte Franz Beckenbauer bei der Weltmeisterschaft nicht viel zu meckern. Doch nun hat der Organisations-Chef die Schiedsrichter ins Visier genommen und ihnen "leichtfertigen Umgang" mit Verwarnungen vorgeworfen.

"Die Gelben Karten beim Spiel Ecuador gegen Costa Rica in Hamburg wegen Spielverzögerung sind Blödsinn gewesen, das geht zu weit", schimpfte der "Kaiser" im ZDF und verlangte von den Referees mehr Fingerspitzengefühl: "Wenn so eine Situation eintritt, muss ich als Schiedsrichter hingehen und den Spieler ermahnen und darauf hinweisen, dass er beim nächsten Mal eine Gelbe Karte bekommt. Wenn die Spieler jetzt noch einmal "Gelb" sehen, sind sie deswegen ein Spiel nicht dabei, da stimmt das Verhältnis nicht mehr." Die Begegnung in Hamburg stand unter der Leitung von Coffi Codjia (Benin).

Widerspruch erntete Beckenbauer mit seiner Kritik beim Schweizer Ex-Referee Urs Meier: "Die Spieler sind vor der WM darauf hingewiesen worden. Ich finde gut, dass die Schiedsrichter diese Linie konsequent umsetzen, und die Spieler müssen das jetzt lernen", sagte der ehemalige Weltklasse-Unparteiische.

© SID

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