Griechenland holt den ersten Punkt beim Confed-Cup
Doping-Gerücht überschattet Mexiko-Spiel

Dem Confederations Cup droht ein Doping-Skandal: Mexikanischen Medienberichten zufolge sollen gleich zwei Akteure der Lateinamerikaner positiv getestet worden sein. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den unter Doping-Verdacht stehenden Akteuren um Aaron Galindo und Salvador Carmona (beide CF Cruz Azul) handelt. Klare Dementis der Verantwortlichen der Lateinamerikaner blieben am Donnerstagabend aus.

FRANKFURT. Die Meldung überschattete das bedeutungslose letzte Gruppenspiel der "El Tri" gegen Griechenland, in dem die Rehhagel-Elf nach den Pleiten gegen Brasilien und Japan mit dem 0:0 zumindest einen Ehrenpunkt holte. Mexiko als Tabellenerster der Vorrundengruppe B trifft nun am Sonntag (18 Uhr) im Halbfinale der "Mini-WM" in Hannover auf Argentinien.

Offiziell hat der mexikanische Fußball-Verband (FMF) die Suspendierung der beiden Stammspieler, die sowohl gegen Japan wie auch gegen Brasilien über die volle Spielzeit auf dem Feld gestanden hatten, bislang lediglich mit "disziplinarischen Gründen" gerechtfertigt, ohne Details nennen zu wollen. Doch dabei handelt es sich möglicherweise nur um eine Finte, die den Akteuren Zeit für die Heimreise und damit die Möglichkeit gab, sich dem unmittelbaren Zugriff der Fifa vor Ort zu entziehen.

Auch Mexikos Trainer Ricardo La Volpe beharrte nach dem Spiel wortkarg auf dieser offiziellen Version. „Es ging um die Disziplin der Spieler. Sie haben unseren Verhaltenskodex verletzt“, betonte er. Einen Dopingfall in seinem Team ausschließen wollte der Nationalcoach aber dann doch nicht. Statt dessen verlegte er sich lieber darauf, die nachbohrende Presse anzufahren: „Die Journalisten sollten sich das Spiel und den Sport anschauen. Und was intern passiert, hat sie nicht zu interessieren. Ich frage sie ja auch nicht, ob und worüber sie sich zu Hause mit ihrer Frau gestritten haben“, keifte der kauzige Coach. „Wir sind hier um zu arbeiten und uns weiter zu entwickeln. Jeder sollte vor seiner eigenen Haustüre kehren.“ Dementis klingen anders.

Für die Fifa ist die Meldung bislang nicht mehr als Spekulation. „Auch uns ist natürlich das Gerücht zu Ohren gekommen - und ich betone ausdrücklich: nur das Gerücht -, dass die mexikanischen Spieler Aaron Galindo und Salvador Carmona positiv getestet worden sein sollen, sagte Fifa-Sprecher Markus Siegler.“ Daher sehe die Fifa keinen Anlass, dazu weiter Stellung zu nehmen. Soviel verriet Siegler aber dann doch noch: Bei den WM-Qualifikationsspielen am 4. und 8. Juni habe es Tests gegeben. „Uns liegen nach diesen Spielen keine Informationen über einen positiven Dopingtest vor.“ Zugleich räumte er ein, dass beide Spieler weder nach dem Spiel gegen Japan, noch nach dem Spiel gegen Brasilien für die obligatorischen Doping-Tests der Fifa ausgelost worden waren. „Die mexikanische Delegation bestätigte uns heute Abend, dass beide Spieler aus disziplinarischen Gründen nach Hause geschickt wurden. Der Fifa steht keine Stellungnahme zu, was diese Gründe waren“, machte Siegler deutlich.

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