Fußball
Hans Tilkowski feiert 70. mit Geburtstags-Charity

Mit 250 Freunden und Förderern feiert heute Hans Tilkowski seinen 70. Geburtstag. Der frühere Nationaltorhüter geht auch an seinem Ehrentag dem "neuen Hobby" nach und sammelt Spenden für das "Friedensdorf International".

Angst vor dem Älterwerden scheint Hans Tilkowski nicht zu kennen - zu groß ist die Vorfreude des einstigen Nationaltorhüters auf die Feierlichkeiten zu seinem heutigen 70. Geburtstag. Etwa 250 Freunde, Weggefährten seiner aktiven Laufbahn, Förderer seiner sozialen Projekte und das Casino Hohensyburg veranstalten zu diesem Anlass eine Geburtstags-Charity, deren Spendenaufkommen der Kinderhilfsorganisation "Friedensdorf International" zugute kommt.

"Mit dem Sport kann man so viel bewegen. Er hat mir viel gegeben, auf diese Weise möchte ich etwas zurückgeben", erklärt Tilkowski. Geladen sind unter anderem Franz Beckenbauer, Uwe Seeler, Willi Schulz und andere Mitglieder des WM-Teams von 1966, das unter anderem durch das berühmte Wembley-Tor mit 2:4 im Finale gegen England verlor.

Nicht nur ein Grund zum Feiern

"Natürlich war der Ball nicht drin", sagt Tilkowski, aber das sei längst abgehakt und bei seiner Fete sicherlich kein Thema mehr. Geoff Hurst hatte damals den Ball in der Verlängerung an die Unterkante der Latte gejagt. Ob das runde Leder danach vor, auf oder hinter Linie gelandet war - darüber diskutieren noch heute Mill. Fans. Schiedsrichter Gottfried Dienst aus der Schweiz entschied nach Befragen des russischen Linienrichters Tofik Bachramow bekanntlich auf Tor.

Die Zeit kann und will er nicht mehr zurückdrehen. Allerdings, so der 39-malige Nationalkeeper, gibt es heute gleich mehrere Gründe zu feiern. Denn an diesem Tag vor 50 Jahren unterschrieb er seinen ersten Vertrag bei Westfalia Herne, und am gleichen Datum startete die Nationalmannschaft mit einem spektakulären 5:0 über die Schweiz bei der WM 1966 in England ihren Weg ins besagte Endspiel.

Der Fußball spielt nach wie vor eine große Rolle in seinem Leben. Bei jedem Heimspiel von Borussia Dortmund sitzt "Til", wie ihn die Freunde rufen, auf der Tribüne des Westfalenstadions. Beim BVB erlebte der gelernte Schlosser die Highlights seiner Karriere. 1965 wurde er mit den Schwarz-Gelben DFB-Pokalsieger und als erster Torhüter "Fußballer des Jahres", 1966 dann Europapokalsieger der Pokalsieger. Das Torwart-Handwerk lernte Tilkowski bei den Trainern Herbert Widmayer und Fritz Langner, der ihn 1955 nach Herne holte.

Mehr als eine Million Euro gesammelt

Seit dem Abschied von der Fußball-Bühne als Bundesliga-Profi in Dortmund und bei Eintracht Frankfurt (insgesamt 122 Spiele) und Trainer mit den Stationen Werder Bremen, 1. FC Saarbrücken, 1 860 München und 1. FC Nürnberg engagiert sich Tilkowski mit Hingabe für Schwerkranke und Arme.

Über eine Million Euro hat Tilkowski als "Botschafter der guten Tat" bei zahlreichen Veranstaltungen für Mukoviszidose- und Multiple-Sklerose-Kranke, die Krebshilfe, brasilianische Straßenkinder oder für Krankenhausaufenthalte von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten schon gesammelt. "Das ist jetzt mein Hobby", bestätigt der dreifache Familienvater, und es macht ihm richtig Spaß. Und wie steht es mit der Fitness? Tilkowski berichtet: "Keine Probleme. Im letzten Jahr habe ich mich durchchecken lassen. Danach bin ich 105 Kilometer Fahrrad gefahren." Sprich, eine Etappe bei der "Tour der Hoffnung", einem traditionellen Benefiz-Rennen.

© SID

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