Fußball
HSV schaltet Dortmund-Schreck Olmütz aus

Der Hamburger SV ist souverän ins Finale des UI-Cups eingezogen. Nach dem 1:0-Hinspielsieg gegen Dortmund-Bezwinger Sigma Olmütz gewann der Bundesligist auch das Rückspiel mit 3:0 (1:0).

Locker und ungefährdet hat der Hamburger SV die Finalspiele im UI-Cup erreicht und damit die Chance auf die Teilnahme am Uefa-Cup gewahrt. Die Hanseaten besiegten vor 31 358 Zuschauern Sigma Olmütz nach einer streckenweise hochklassigen Leistung mehr als verdient mit 3:0 (1:0) und treffen nun am 9. und 23. August in den entscheidenden Begegnungen auf den spanischen Ex-Meister FC Valencia. Schon im Hinspiel in Tschechien hatte die Mannschaft von Trainer Thomas Doll mit 1:0 die Oberhand behalten.

Lediglich in den ersten 20 Minuten taten sich die Gastgeber schwer, dann brach ein sehenswerter Führungstreffer von Benjamin Lauth in der 30. Minute den Bann. Der monatelang verletzte Ex-Münchner war mit einem brillanten Seitfallzieher aus 16 Metern Entfernung für sein Team erfolgreich. Für das 2:0 sorgte der 5, 1-Millionen-Transfer Rafael van der Vaart, Torschütze im Hinspiel. Der Niederländer ließ Olmütz-Torhüter Tomas Lovasik in der 56. Minute mit einem platzierten Flachschuss keine Abwehrmöglichkeit und wurde zur Schonung 120 Sekunden später ausgewechselt. Den Schlusspunkt setzte erneut Benny Lauth, der in der 82. Minute einen verunglückten Abschlag von Lovasik aufnahm und flach einschob.

Auch ohne van Buyten und Barbarez stark

Olmütz, das im Viertelfinale immerhin Borussia Dortmund aus dem Rennen geworfen und in der Saison 1991/1 992 den HSV im Uefa-Cup-Achtelfinale ausgeschaltet hatte, erwies sich in der Offensive als derart harmlos, dass das Fehlen von Kapitän Daniel van Buyten (Wadenprellung) und Sergej Barbarez (Blessur am Fuß) beim HSV nicht auffiel. Auch ohne den Belgier stand die Deckung beeindruckend sicher, und es dauerte bis zur 53. Minute, ehe sich dem Tabellenvierten der tschechischen Liga die erste ernsthafte Einschussmöglichkeit bot.

Peter Babnic hatte sich zwar geschickt von seinem Gegenspieler gelöst, kam jedoch in guter Schussposition ins Straucheln und traf den Ball nicht. Spätestens nach dem zweiten Gegentreffer war die Gegenwehr des Teams von Coach Petr Ulicny vollends erlahmt, die Gäste waren in der Folge überwiegend darauf aus, mit einem achtbaren Ergebnis über die Runden zu kommen.

Auch der HSV tat in der Schlussphase nicht mehr als möglich und hatte bei vielen Aktionen offensichtlich schon das erste Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg im Hinterkopf. Aus diesem Grunde wurde auch Ersatz-Kapitän Raphael Wicky bereits in der 62. Minute durch Nachwuchstalent Markus Karl ersetzt.

© SID

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