Infront-Chef Blatter
Fußballklubs können Einnahmen noch steigern

Fußballvereine setzen Jahr für Jahr viele Millionen Euro um. Doch die Einnahmen könnten noch in die Höhe klettern, meint der Chef des Sportvermarktes Infront. Der Schlüssel zur Schatztruhe seien TV-Übertragungen in HD.
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DüsseldorfFußball ist so beliebt wie nie, die Erlöse der Klubs und der Verbände klettern kräftig. Der Chef des Sportvermarkters Infront geht davon aus, dass sich das so schnell nicht ändern wird. „Der Sport boomt weiter, und durch professionellere Arbeit lassen sich die Einnahmen noch steigern“, sagte Philippe Blatter dem Handelsblatt. Die im schweizerischen Zug ansässige Infront vermarktet unter anderem den DFB-Pokal, der an diesem Freitag startet.

Blatter setzt vor allem darauf, dass die Kundschaft für die nächste Generation ultra-hochauflösender TV-Übertragungen mehr bezahlt. Gerade auf großen Bildschirmen seien damit brillante Bilder zu sehen. „Die Chancen stehen gut, dass wir bei der WM nächstes Jahr ausgewählte Spiele in dem neuen Standard produzieren werden“, unterstrich Blatter.

Allerdings sei auch Fußball kein Selbstläufer, mahnt Blatter. „Wer mehr Geld will, muss auch ein besseres Produkt anbieten. Daher investieren Verbände und Vereine immer mehr in die Medienproduktion und professionelle Strukturen. Im Spitzenfußball finden werbetreibende Firmen heute neben hohen Reichweiten ideale Bedingungen vor.“

Infront gehört mit einem Umsatz von 600 Millionen Euro zu den größten Sportvermarktern der Welt. In Deutschland engagieren sich die Schweizer unter anderem beim SC Freiburg, Schalke 04, Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf. Zudem vermarktet das Unternehmen die Eishockey-Weltmeisterschaften. Die Firma gehört dem Finanzinvestor Bridgepoint.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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