Jupp Heynckes im Interview
„Das ist alles andere als ein Traumstart“

Bei seiner Präsentation hat Jupp Heynckes seine Pläne für den Kurzeinsatz als Trainer des FC Bayern dargelegt. Zugleich berichtete er, wie es zu dem Job als Feuerwehrmann kam, warum er sich auf die Mission eingelassen hat, warum er darauf verzichten will, Jürgen Klinsmann zu kontaktieren, was er ändern will und wie es nach den fünf Wochen als Bayern-Coach für ihn weitergehen soll.

Jupp Heynckes, waren Sie davon überrascht, dass der FC Bayern Sie mit der Aufgabe als Nachfolger von Jürgen Klinsmann betraut hat?

Jupp Heynckes: Ich war sehr überrascht, als mich Karl-Heinz Rummenigge am Sonntagnachmittag um Rückruf gebeten und man mir diese Offerte gemacht hat. Ich war noch am Samstag mit meiner Frau in München, um die Familie Hoeneß zu besuchen. Ich habe mit meinem Freund Uli da aber nicht über ein Engagement gesprochen.

Warum haben Sie sich auf den Job eingelassen, nachdem Sie eigentlich nicht mehr auf die Trainerbank zurückkehren wollten?

Klubs wie Gladbach, Bilbao oder eben der FC Bayern sind etwas Besonderes für mich. Deswegen habe ich in dieser außergewöhnlichen Situation zugestimmt. Das entspricht zwar nicht meiner Lebensplanung, aber es ist ein Freundschaftsdienst für den FC Bayern und für Uli. Man hat eine gewisse Verpflichtung.

Glauben Sie an den Umschwung?

Das war doch zuletzt nicht der FC Bayern. Die Spieler wirkten apathisch und paralysiert. Ich will sie von ihren Fesseln befreien. Fußball muss mit Freude und Emotionen gespielt werden. Das will ich wecken. Das wird funktionieren, davon bin ich überzeugt. Ich glaube, dass ich dem Klub helfen kann. Ich weiß aber auch, dass Ergebnisse kommen müssen.

Wie gehen Sie die Aufgabe an?

Ich habe sehr viel Erfahrung und kann die Situation nüchtern analysieren. Ich werde viele Einzelgespräche führen und die Spieler überzeugen, dass sie besser sind als sie es in den vergangenen Wochen gezeigt haben. Die Mannschaft hat doch in dieser Saison schon gezeigt, dass sie ein anderes Gesicht haben kann.

Sie haben nur vier Wochen Zeit. Ist das ausreichend, um etwas zu verändern?

Es ist sehr viel Potenzial vorhanden. Da kann man auch kurzfristig etwas ändern. Ich glaube, dass ich der Mannschaft wieder ihr Selbstvertrauen zurückbringen kann. Ich werde meine ganze Erfahrung und mein Know-how einbringen. Ich denke, dass wir die vier Wochen in Harmonie überstehen.

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