Kampf-Sieg über Bremen
Schalke dreht rassiges Spiel

Schalke 04 setzt seine Erfolgsserie fort. Gegen starke Werderaner drehte die Stevens-Elf einen Rückstand und rettete den Sieg über die Zeit. Mann des Spieles war der eingewechselte Julian Draxler.
  • 0

GelsenkirchenErneut ein Schalker Kraftakt mit positivem Ausgang: Neu-Nationalspieler Roman Neustädter und der eingewechselte Julian Draxler haben dem Revierclub wichtige Punkte im Kampf um die Spitzenplätze der Fußball-Bundesliga gerettet. Der tags zuvor von Bundestrainer Joachim Löw erstmals in den Nationalkader berufene Neustädter erzielte am Samstag in der 60. Spielminute gegen Werder Bremen den wichtigen Ausgleichstreffer zum 1:1, ehe Draxler (69.) den 2:1 (0:1)-Heimsieg perfekt machte. Zuvor hatte Aaron Hunt (16.) die starken Bremer vor 61 673 Fans in der ausverkauften Veltins Arena in Front geschossen.

Dennoch trat das Team von Thomas Schaaf wie so oft in den vergangenen Jahren mit leeren Händen die Heimreise aus Gelsenkirchen an. In der Nachspielzeit rettete Holtby bei einem Hacken-Schuss von Theodor Gebre Selassie auf der Torlinie die drei Punkte für Schalke. Kein Wunder, dass Schaaf total unzufrieden war, auch mit einigen Schiedsrichterentscheidungen: „Wir haben das Spiel 60 Minuten voll im Griff. Die Mannschaft hat vieles richtig gemacht, trotzdem können wir nichts Zählbares mit nach Hause nehmen.“


Die Gastgeber hatten schon nach 30 Sekunden nach schöner Vorarbeit von Holtby durch Klaas-Jan Huntelaar eine dicke Chance. Doch Sebastian Mielitz im Werder-Tor ließ sich aus kurzer Distanz nicht überrumpeln. Marko Arnautovic (15.) verpasste auf der Gegenseite eine scharfe Hereingabe von Hunt, der es kurz darauf selbst nach Zuspiel von Zlatko Junuzovic aus spitzem Winkel versuchte. Und Lars Unnerstall musste wieder einmal den ersten Schuss auf sein Gehäuse passieren lassen. Für Hunt, der zuletzt zweimal gegen Mainz getroffen hatte, war es bereits das sechste Saisontor.


Die kompakt stehenden und geschickt konternden Bremer hätten ihre Führung vor der Pause sogar noch ausbauen können, hatten aber großes Pech bei zwei Lattentreffern von Sokratis per Kopf (30.) und Kevin de Bruyne mit einer aufs Tor gezirkelten Ecke (32.). Schalke hatte zwar mehr Ballbesitz, leistete sich vier Tage nach dem 2:2 gegen Arsenal jedoch zunächst ungewohnt viele Fehler im Aufbau und im Abschluss.

Nach dem Wechsel brachte Trainer Huub Stevens in Draxler für Ibrahim Afellay eine frische Offensivkraft. Neustädter lieferte im defensiven Mittelfeld eine fehlerlose, aber lange Zeit unauffällige Partie ab - bis zu seinem gut getimten Ausgleichstor per Kopf nach einem Freistoß von Christian Fuchs. Neustädter, der am Samstagabend ins „Aktuelle Sportstudio“ des ZDF eingeladen war, freute sich über seinen dritten Saisontreffer: „Ich habe nichts dagegen, Tore zu schießen.“

Trotz müder Beine fasste Schalke nach dem Ausgleich neuen Mut und ließ nicht mehr locker. Der Lohn des Kraftaktes war Draxlers zweites Saisontor, durch das der Revierclub weiterhin erster Verfolger von Spitzenreiter Bayern München bleibt. Der noch immer arg erkältete Stevens war voll des Lobes. „Dass die Mannschaft wie schon gegen Arsenal zurückgekommen ist, zeigt ihren Charakter.“

 

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kampf-Sieg über Bremen: Schalke dreht rassiges Spiel"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%