Kartellrechtler Mark-E. Orth: „Die Fifa wird einknicken“

Kartellrechtler Mark-E. Orth
„Die Fifa wird einknicken“

PremiumMit dem Verbot von Beteiligungen Dritter an Spielertransfers begibt sich der Weltfußballverband Fifa auf rechtliches Glatteis, sagt der Münchener Sportkartellrechtler Mark-E. Orth.

Herr Orth, die Fifa schließt Investoren bei Transfergeschäften aus. Zu Recht?
Die Fifa überschätzt ihre Regulierungsbefugnis. Sie wird das absolute Verbot nicht aufrechterhalten können, denn es schießt über das Ziel hinaus und ist damit kartellrechtswidrig.

Das Verbot soll Manipulation verhindern, wenn ein Investor Rechte an mehreren Spielern bei verschiedenen Klubs hält. Ist das unvernünftig?
Konsequenterweise müsste die Fifa auch eine Reihe weiterer Reglements modifizieren – wenn Klubs beispielsweise Spieler ausleihen, könnte ja genauso die Gefahr von wettbewerblichen Absprachen bestehen. Spielervermittler können mehrere Spieler unter Vertrag haben, die für verschiedene Vereine spielen – auch hier könnten Interessenkollisionen drohen. Die Fifa aber...

 
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