Keine Trainerdiskussion „auf“ Schalke
Bayern wollen Machtstellung ausbauen

Beim Branchenprimus läuft noch immer alles nach Plan, bei den Konkurrenten bereits einiges aus dem Ruder. Vor dem 5. Bundesliga-Spieltag setzte sich auf internationaler Bühne der nationale Trend fort: Beim FC Bayern München gab es nach dem glücklichen 1:0 in Wien Grund zur Freude, bei den vermeintlichen Titelaspiranten Schalke, Stuttgart und vor allem Leverkusen herrschte dicke Luft.

HB DÜSSELDORF. Aus dem schlechtesten Saisonauftakt seit 23 Jahren zog Bayer schnell Konsequenzen. Nur 24 Stunden nach dem enttäuschenden 0:1 im Uefa-Cup gegen Sofia musste Klaus Augenthaler als erster Bundesliga-Trainer der Saison seinen Hut nehmen.

Schon am Wochenende könnten die derzeitigen Machtverhältnisse weiter zementiert werden. Gewinnt der FC Bayern auch sein 14. Bundesligaspiel in Serie, ist der eigene Rekord aus dem Jahr 1981 nur noch Vergangenheit. "Es ist erstrebenswert für jeden Sportler, Bestmarken aufzustellen", sagte Trainer Felix Magath vor dem Heimspiel gegen Hannover.

Mit dieser schon fast unheimlichen Erfolgsserie mag sich jedoch niemand zufrieden geben. Nach zwei glanzlosen Siegen in Nürnberg und Wien geht bei den Verantwortlichen die Sorge um eine zu große Selbstzufriedenheit im Kader um. Nicht zuletzt deshalb sprach Manager Uli Hoeneß vor der Partie gegen Hannover Klartext: "Wir werden den Finger in die Wunde legen, bis wir da sind, wo wir hin wollen - erfolgreichen und besseren Fußball zu spielen."

Von solchen Problemen können Leverkusen, Schalke und Stuttgart derzeit nur träumen. Das drohende Aus im Uefa-Cup noch vor Beginn der Gruppenphase veranlasste die Verantwortlichen von Bayer zu einem Schnellschuss. Mit Hilfe von Rudi Völler, der dem Club bereits im Oktober 2000 als Interimscoach aus der Bredouille half, soll in Duisburg die Trendwende eingeleitet werden. "Ich bin froh, dass wir mit Rudi Völler einen anerkannten Fachmann in unseren Reihen haben", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.

Ähnlich konsequente Maßnahmen sind beim FC Schalke noch nicht zu erwarten. Dennoch ist der Gegenwind für Trainer Ralf Rangnick seit dem 0:1 in Eindhoven deutlich stärker geworden. Geht auch das Heimspiel des Tabellen-4. gegen Hertha BSC verloren, könnte es für den Fußball-Lehrer ungemütlicher werden. Noch stärkt ihm Teammanager Andreas Müller demonstrativ den Rücken: "Er macht seinen Job gut. Ich kann jetzt kein Trainerthema gebrauchen."

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