Klinsmann/Heynckes-Nachfolge
FC Bayern sucht einen wie Hiddink

Rückkehrer Jupp Heynckes spielt für vier Wochen den Feuerwehrmann, im Bundesliga-Endspurt muss der FC Bayern München aber gleichzeitig einen Cheftrainer für die nächste Saison suchen. Die Liste namhafter Kandidaten ist lang.

HB MÜNCHEN. Nach dem grandios gescheiterten "Experiment" mit Jürgen Klinsmann kann sich die Führung um Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß keinen neuerlichen Fehlschlag leisten. "Am 1. Juli werden wir einen qualifizierten Mann haben", versicherte Hoeneß. Man wolle sich aber "nicht unter Zeitdruck setzen", ergänzte Rummenigge, der um den Erfolgszwang für die Vorstandsriege weiß: "Es muss eine überzeugende Lösung sein, die wir da zu präsentieren haben."

Und so läuft die Suche nach einem Nachfolger beim deutschen Fußball-Rekordmeister ab sofort auf Hochtouren. "Bis jetzt hatten wir zu keinem Trainer auf der Welt Kontakt, aber das ändert sich ab jetzt. Wir wollen zeitnah eine Lösung finden, um den Trainer in die Kaderplanung einzubinden", sagte Rummenigge.

Viele Kandidaten werden gehandelt: Spekuliert wird über deutsche Übungsleiter wie Bernd Schuster (zuletzt Real Madrid), Mirko Slomka (zuletzt Schalke) oder Armin Veh (zuletzt Stuttgart). Bereits seit Wochen kursiert zudem der Name Matthias Sammer an der Säbener Straße, er hatte zuletzt aber Kontakte dementiert - und sein Vertrag als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund läuft bis zum 31. März 2013.

Auch bekannte internationale Namen sind im Gespräch wie Frank Rijkaard, der den FC Barcelona 2006 zum Champions-League-Gewinn führte, der ehemalige englische Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson oder die Italiener Carlo Ancelotti (AC Mailand) und Roberto Mancini (zuletzt Inter Mailand), den Luca Toni ins Gespräch gebracht hatte. "Es ist möglich, dass ich nächstes Jahr wieder als Trainer arbeite, aber im Ausland", sagte Mancini im italienischen TV- Sender "Sky Sport 24". Es fallen aber auch die Namen Louis van Gaal, Arsène Wenger, Michael Laudrup sowie Martin Jol und Lucien Favre, die bei den Bundesliga-Konkurrenten Hamburger SV und Hertha BSC unter Vertrag stehen. Dass sogar der Name Lothar Matthäus fällt, darf als Beleg wilder Spekulationen gedeutet werden.

Das Anforderungsprofil grenzt die lange Liste aber ein. Wichtigste Kriterien sind: Es muss "ein Fußball-Lehrer" sein, der Erfahrung besitzt, Erfolge vorweisen und mit Stars umgehen kann. Am besten einer, der kurzfristigen Erfolg verspricht und langfristig eine Spielphilosophie entwickeln kann. Dinge, die der allerdings wohl nicht zu habende Franzose Arsène Wenger von Arsenal London in sich vereint. "Wir haben immer vorgehabt, mal einen Trainer zu finden, der zwei, drei, vier Jahre eine Mannschaft formt", sagte Hoeneß. Rummenigge nannte ebenfalls als "Prämisse" für den Neuen, dass sich die Mannschaft unter ihm "in einem positiven Sinne entwickelt".

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