Fußball
Lemerre will alte Abseitsregel zurück

Roger Lemerre hat die Fifa aufgefordert, zur alten Abseitsregel zurückzukehren. "Man darf den Fußball nicht komplizierter machen", erklärte der Nationaltrainer von Tunesien vor dem Confed-Cup-Spiel gegen Australien.

Der tunesische Nationaltrainer Roger Lemerre hat Kritik an der vom Weltverband Fifa abgeänderten Abseitsregel geübt und eine Rückkehr zum alten Prinzip gefordert. "Man darf den Fußball nicht komplizierter machen. Diese Regel begreift kaum jemand. Alles ist eine Frage der Interpretation geworden, deshalb muss die Fifa das wieder ändern", sagte Lemerre vor dem bedeutungslosen letzten Vorrundenspiel seiner Mannschaft beim Konföderationen-Pokal gegen Australien am Dienstag in Leipzig (20.45 Uhr/live in Premiere). Der Chefcoach erklärte, dass er seine Meinung in einem Trainer-Workshop auch direkt gegenüber der Fifa deutlich geäußert habe.

"Es bleibt bei der jetzigen Auslegung"

Der deutsche Nationalwart Oliver Kahn hatte die unverständliche neue Abseitsregel schon zuvor als "fragwürdig" kritisiert. Fifa-Präsident Joseph Blatter will trotz der Ablehnung von Spielern, Trainern und Fans weiter an der modifizierten Auslegung festhalten: "Es bleibt bei der jetzigen Auslegung. Es braucht ein wenig Zeit, bis sich alle daran gewöhnt haben." Es werde nur gepfiffen, wenn der betreffende Spieler den Ball auch wirklich bekommt. Dadurch werde das Spiel flüssiger.

Mit Beginn des Konföderationen-Pokals war die neue Regel in Kraft getreten. Bei der Präzisierung der Abseitsregelung ist nun klar festgelegt, dass ein Akteur ins Spiel eingreift, wenn er den Ball selbst spielt oder berührt, er einen Gegenspieler daran hindert, den Ball spielen zu können oder wenn er einen Vorteil aus der Abseitsstellung erlangt, indem der Ball vom Pfosten, der Querlatte oder einem gegnerischen Spieler zu ihm prallt. Die Linienrichter heben erst die Fahne, wenn dieser Fall eintritt. Das hatte allgemein für Verwirrung gesorgt.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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