Fußball
Metzelder hat WM vor Augen

Zweieinhalb Jahre musste Christoph Metzelder auf sein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft warten. Doch trotz der langen Pause ist der Defensivakteur von Borussia Dortmund von einer WM-Nominierung fest überzeugt.

Christoph Metzelder steht kurz vor seinem Comeback in der deutschen Nationalmannschaft nach über zweieinhalb Jahren Pause. Doch trotz der langen Abstinenz: An seiner WM-Nominierung zweifelt der Abwehrspieler von Borussia Dortmund keineswegs. ´Ich habe das Selbstbewusstsein zu sagen: Ich bin dabei", sagte der Abwehrspieler, den Bundestrainer Jürgen Klinsmann ins Aufgebot der Nationalmannschaft für die Länderspiele am kommenden Samstag in Istanbul gegen die Türkei (20.00 Uhr/live im ZDF) und am 12. Oktober in Hamburg gegen China (20.30 Uhr/live in der ARD) berufen hat, in einem Interview mit dem Tagesspiegel am Sonntag.

Metzelder: Nur wenige gesetzt

Der 24-Jährige sieht gute Chancen auf einen Platz im Team. "Ich sehe nicht, dass acht, neun Positionen schon fest vergeben sind", sagt der Vizeweltmeister von 2002. "Michael Ballack ist natürlich gesetzt. Im Tor Kahn oder Lehmann, wobei Kahn wohl die besseren Karten hat. Podolski wird sicher eine bedeutende Rolle spielen. Vielleicht noch Mertesacker. Aber der Rest scheint mir sehr offen zu sein."

Metzelder gibt in dem Interview zu, dass er während seiner langen Verletzungspause an der Fortsetzung seiner Karriere gezweifelt hat: "Es gab einen Moment, als es so aussah, dass eine dritte Operation nötig werden würde. Das wäre das Karriereende gewesen. Wir haben dann noch mal einen Spezialisten konsultiert. Der hat gesagt, dass es gar nicht so schlecht aussehe." Und weil er nach der zweiten OP eine relativ aggressive Reha gemacht habe, um es vielleicht noch bis zur EM 2004 in Portugal zu schaffen, habe er gesagt: "Wir machen einen absoluten Schnitt, ich fahre in Urlaub und fange danach von vorne an. Das war für mich der Durchbruch."

Keine Vergangenheitsbewältigung

Jetzt wolle Metzelder jedoch nicht nicht mehr dauernd zurückschauen: "Ich muss aufpassen, dass ich die Vergangenheitsbewältigung nicht übertreibe. Wenn ich auf dem Platz stehe und die Nationalhymne höre, schließt sich ein Kreis. Die Hymne war für mich immer der emotionalste Moment. Dafür habe ich gekämpft. Die Nominierung ist auch ein persönlicher Sieg über einige, die vielleicht nicht mehr an mich geglaubt haben."

© SID

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