Mexiko hadert mit Achtelfinal-Aus
„Peker-Boys“ offenbaren erstmals Schwächen

Argentinien geht nach der dramatischen Nacht von Leipzig auch das Viertelfinale gegen Deutschland mit großem Opimismus an. Trainer José Pekerman hatte aber auch erkannt, dass nicht alles Gold war, was nach dem glücklichen Achtelfinalsieg über die tapferen Mexikaner im Siegesrausch glänzte.

LEIPZIG. Als nach 120 Minuten der Schlusspfiff ertönte, reckten die Himmelblau-Weißen jubelnd die Arme in den Leipziger Nachthimmel, herzten Siegtorschütze Maxi Rodriguez und Diego Maradona auf der Ehrentribüne brach in Freudentränen aus. Die im Turnierverlauf zum Topfavoriten auf den WM-Titel aufgestiegenen Argentinier hatten in einem hochklassigen Achtelfinale gegen Mexiko am Rande einer Niederlage gestanden. Die Mittelamerikaner hatten ihnen alles abverlangt.

Und die "fabelhaften Peker-Boys" hatten alles gegeben. Doch es bedurfte in der 98. Minute der Verlängerung eines spektakulären Sonntagsschusses des kleinen Mittelfeldakteurs von Atletico Madrid an einem dramatischen Samstagabend, damit die ganze Nation weiter vom dritten WM-Titel träumen darf. Der Favorit wankte - aber er fiel nicht.

"Meine Mannschaft hat ihre Aufgabe sehr gut gemacht. Denn sie hat genau das geschafft, was wir wollten: gewinnen", resümierte ein erleichterter argentinischer Trainer José Pekerman. "Es ist nicht immer ganz so einfach. Man kann nicht immer brillant spielen und viele Tore schießen. Die WM ist kein Wunschkonzert." Und was die Mannschaft nicht umhaut, glaubt der 56-Jährige, das macht sie nur noch härter für das nun anstehende Viertelfinale gegen Deutschland. "Dieser Sieg wird uns stärken und uns als Team noch weiter wachsen lassen. Jetzt freuen wir uns auf das Spiel gegen Deutschland. Ich bin sehr zuversichtlich."

Die Favoritenrolle mochte er sich trotz der bislang gezeigten Leistungen auf beständig hohem Niveau wie zuvor auch für diese Partie nicht aufdrängen lassen. "Deutschland ist ein weiterer schwerer Gegner. Die eigenen Fans hatten vor der WM zwar Zweifel an ihrem Team, und die Mannschaft musste am Anfang einen hohen Erwartungsdruck standhalten. Aber wir wussten, dass sie stark sein werden. Das wird ein großes Spiel zweier großer Mannschaften, die schon Weltmeister waren und die mit viel Respekt gegeneinander antreten."

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