Nach Abstieg des FC in die dritte Liga
Genua-Fans randalieren

Mit Krawallen und Gewalt haben die Anhänger des FC Genua in der Nacht zum Samstag auf den endgültigen Zwangsabstieg ihres Clubs in die dritte Liga reagiert. Rund 3000 Randalierer zündeten Mülltonnen an und gerieten mit der Polizei aneinander.

HB GENUA. Die Ordnungskräfte setzten Tränengas ein. Am Montag wird der Club Einspruch gegen das Urteil des Genueser Gerichts einlegen, das am Freitag die Klage des Clubs gegen den Zwangsabstieg abgewiesen hatte. Notfalls werde man vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Obwohl der Club immer noch nicht aufgibt, hat bereits der Ausverkauf der Stars begonnen.

„Ein Albtraum ist mit einem bitteren Erwachen zu Ende gegangen“, sagte Trainer Francesco Guidolin, der das Team nicht in die Serie C begleiten wird. Für ihn verpflichtete Club-Besitzer Enrico Preziosi am Wochenende Giovanni Vavassori. Der 53-Jährige hatte zuletzt Atalanta Bergamo trainiert. Zahlreiche Spieler machten ihren Wechsel nach Genua rückgängig oder verlassen den Club. So machte AC Mailands Ersatztorwart Christian Abbiati schon Mitte vergangener Woche einen Rückzieher und wechselt zu Juventus Turin als Vertretung für den verletzten Gianluigi Buffon. Am Samstag stand der argentinische Stürmer Diego Milito kurz vor der Vertragsunterschrift in Saragossa. Der FC Genua muss in die Serie C, weil er sich nach Meinung des Fußballverbands FIGC mit einem abgesprochenen 3:2-Heimsieg am 11. Juni gegen den AC Venedig den Aufstieg in die Serie A erkauft hat. Die Genueser bestreiten die Ergebnismanipulation.

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