Nach den Anschlägen in Brüssel
DFB sieht keine erhöhte Gefahr für Länderspiele

Die Anschläge in Brüssel stellen die sportlichen Brennpunkte in den Hintergrund. Das Thema Sicherheit wird kurz vor der EM wieder präsenter, der DFB sieht aber keine erhöhte Gefahrenlage für die anstehenden Länderspiele.

BerlinDie Ängste sind zurück, die Vorfreude der deutschen Fußball-Weltmeister auf die Länderspiel-Klassiker gegen England und Italien ist gleich zum Start der Vorbereitung getrübt worden. Die Terroranschläge in Brüssel riefen bei Bundestrainer Joachim Löw und den Spielern am Dienstag bei der Zusammenkunft in Berlin die schlimmen Erinnerungen an die eigene Schreckensnacht beim Länderspiel im vergangenen November in Paris gegen EM-Gastgeber Frankreich wach.

Der Deutsche Fußball-Bund sieht trotz der Terroranschläge von Brüssel momentan keine erhöhte Gefahrenlage für die beiden anstehenden Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft in Berlin und München. Zum aktuellen Zeitpunkt lägen „keine konkreten Erkenntnisse für eine Gefährdung der beiden Partien vor“, teilte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große Lefert am Dienstag mit.

Gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden seien die Sicherheitskonzepte für die Spiele am Samstag in der Hauptstadt gegen England sowie drei Tage später in München gegen Italien nochmals überprüft worden. Einzelne Maßnahmen wurden angepasst, sagte Große Lefert, ohne auf die Details einzugehen. „Es gehört aber auch zu einer realistischen Betrachtung, dass im öffentlichen Raum niemand eine hundertprozentige Sicherheit garantieren kann“, kommentierte er.

Das Terror-Thema beeinträchtigt wieder die Konzentration auf die wichtigen Testspiele am Ostersamstag gegen England sowie drei Tage später in München gegen Italien, auch wenn die Sicherheitslage an den heimischen Spielorten aktuell nicht als bedrohlich eingestuft wird.

„Wir gehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht davon aus, dass es irgendwelche Auswirkungen auf die Spiele haben wird“, sagte Löws Assistent Thomas Schneider zu den Anschlägen mit zahlreichen Toten in Belgien: „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen.“

Das Gefühl der Unsicherheit ist kurz vor dem EM-Turnier zurück. „Ich glaube, jeder Mensch hat Angst“, sagte Weltmeister Shkodran Mustafi, ohne die Situation dramatisieren zu wollen: „Man muss lernen, mit dieser Angst umzugehen.“ Lukas Podolski, der sich gerade erst an seinem aktuellen Wohnort Istanbul mit Bombenanschlägen und einer Spielabsage seines Vereins Galatasaray konfrontiert sah, bemerkte zur allgegenwärtigen Terrorgefahr in weiten Teilen Europas: „Man kann sich nicht verstecken, man kann nicht sein ganzes Leben ändern.“

„Die Sicherheitsmaßnahmen sind auch für die Mannschaft hochgefahren worden“, berichtete Schneider. Sichtbar wurde das am Teamhotel durch eine auffällig erhöhte Polizeipräsenz. Das Trainerteam um Löw hatte die verheerenden Nachrichten aus Brüssel mitten in der Vorbereitung der Trainingseinheiten ereilt.

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